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Königsklassen-Comeback: Draxler lässt VfL jubeln

VfL Wolfsburg Königsklassen-Comeback: Draxler lässt VfL jubeln

Die Rückkehr auf die größte Bühne des europäischen Fußballs ist geglückt! Mit 1:0 (1:0) gewann der VfL gestern seine Auftaktpartie in der Champions League gegen ZSKA Moskau. Das Tor des Tages vor nur 20.200 Zuschauern erzielte Julian Draxler.

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Held des Tages: Julian Draxler (l.) sorgte für Wolfsburgs 1:0 gegen ZSKA Moskau (r. Bebars Natcho).

Quelle: dpa

Vor 18 Tagen hatte Draxler noch als Verlierer die VW-Arena verlassen, war mit Schalke 0:3 in Wolfsburg untergegangen. Gestern lief er zum ersten Mal für den VfL im heimischen Stadion auf – und entschied die Partie, weil er beherzt nachsetzte, als sich angesichts mehrerer vergebener VfL-Chancen schon Verzweiflung breit zu machen drohte. Der Noch-21-Jährige  (hat am Sonntag Geburtstag) ist jetzt jüngster Wolfsburger Torschütze in der Champions League – diesen Rekord hält er übrigens auch auf Schalke.

Sehr präsent (an acht Torschüssen beteiligt), sehr passsicher (93% seiner Pässe kamen an) – Draxler überzeugte. „Das war eine Steigerung gegenüber meiner Leistung in Ingolstadt“, so der Torschütze, „aber jedes Spiel ist sowieso anders. Diesmal hat‘s sehr gut gepasst.“

Vom Trainer gab‘s ein Lob. „Dass Julian Riesenpotenzial hat, hat man auf dem Platz gesehen“, so Dieter Hecking, „er hat viele gute Ideen gehabt. Das war ein gelungener Auftritt, so wünschen wir uns das auch am Samstag gegen Hertha wieder.“

Was Draxler gestern entgegenkam: Der VfL agierte mit neuer Taktik, spielte offensiv im 4-3-3-System mit zwei Flügelstürmern und Doppel-Spielmacher – Draxler und Max Kruse. Die beiden sollten „ein bisschen tiefer spielen, sich da die Aufgaben aufteilen“, erklärte  Hecking. Draxler urteilte: „Ich habe mich sehr wohl gefühlt neben Max in der Zentrale, darauf können wir aufbauen.“ Es funktionierte auch deswegen gut, weil beide viele Wege in die Defensive machten. „Dass die beiden auch nach hinten aufpassen müssen“, so Hecking grinsend,  „das haben wir ihnen  schon verklickert...“

Das Personal

Guilavogui raus, Kruse rein, nur ein Sechser, dafür Schürrle wieder in der Startelf – VfL-Trainer Hecking überraschte gestern Abend mit seiner Formation. Eine Überraschung gab‘s auch bei ZSKA: Torjäger Doumbia (Muskelprobleme) blieb zunächst auf der Bank, Musa spielte als Spitze.

Das Spiel

Das taktische Konzept, mit dem der VfL gestern Abend sein Comeback in der Champions League anging, war schnell erkennbar: Weite Diagonal-Bälle sollten die Flügel ins Spiel bringen, die im 4-3-3 immer offensiv besetzt waren. Bei Ballverlust orientierten sich die Flügelstürmer Schürrle und Caligiuri sowie mindestens einer der beiden Zehner (Draxler, Kruse) nach hinten, um Gustavo als einzigem Sechser in einem 4-1-4-1-System zu unterstützen.

Moskau stand wie erwartet tief, auch der einzige Stürmer Musa leistete an der Mittellinie Defensivarbeit, bot sich nach Ballgewinnen zudem oft auf den Flügeln an.

Der VfL agierte spielbestimmend und druckvoll, Draxler und Kruse harmonierten gut, Gustavo glänzte als Schaltzentrale, bestimmte den Rhythmus der Wolfsburger, die zu immer besseren Chancen kamen – es war deutlich mehr drin als Draxlers 1:0 kurz vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel agierten dann die Gäste etwas offensiver – was zunächst aber nur zu noch mehr Platz und noch besseren Chancen für den VfL führte. Weil aber das zweite Wolfsburger Tor einfach nicht fallen wollte, blieb der russische Tabellenführer im Spiel, kam jetzt seinerseits immer mal wieder in den VfL-Strafraum und suchte – auch mit der Einwechslung von Torjäger Doumbia – immer wieder seine Chance zum Ausgleich.

Und so wurde in den letzten Minuten der VfL zur Kontermannschaft, allerdings ging ihm dabei auch ein wenig die Puste aus.

Am Ende war‘s ein verdienter Sieg, der um mindestens ein Tor hätte höher ausfallen müssen.

apa/eh

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Da war mehr drin: André Schürrle vergibt hier eine der VfL-Chancen, für Manager Klaus Allofs (kl. Bild) zählte „nur das Ergebnis“.

Sie machten es spannend bis zum Schluss, weil sie ihre Chancen nicht nutzten – aber am Ende ging‘s gut. Nach dem 1:0-Sieg zum Start in die Champions League gegen ZSKA Moskau fielen sich die VfL-Profis gestern Abend erleichtert in die Arme. In den Jubel mischte sich aber auch etwas Selbstkritik.

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