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Junge, wir müssen reden

VfL Wolfsburg Junge, wir müssen reden

Bad Waltersdorf. Es wirkte vertraut - so, als ob Julian Draxler in der vergangenen Woche nicht seinen Abschied aus Wolfsburg in einem Interview provoziert hätte... Nach dem Training gestern Vormittag saßen der VfL-Star und Trainer Dieter Hecking länger auf der Auswechselbank auf dem Trainingsplatz des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg in Bad Blumau zusammen und redeten.

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Sie können beide wieder lachen: VfL-Trainer Dieter Hecking (r.) unterhielt sich gestern nach dem Training lange mit seinem Schützling Julian Draxler.

Quelle: Boris Baschin (4)

Der Trainer erklärt, warum die Nummer 10 so wichtig für den VfL ist. „Im Training sehen wir, warum wir ihn nicht gehen lassen“, so der Coach. „Er ist der Spieler, der das Extra ausmachen kann.“ In der Tat: Draxler trainiert gut, er lässt sich - so der erste Eindruck - nicht hängen. Hecking hat keine Zweifel an der Einstellung des 22-Jährigen: „Er wird sich professionell verhalten - im Training und in den Spielen.“ Draxlers neuer Mitspieler Yannick Gerhardt lobt: „Man sieht, dass er eine außergewöhnliche Qualität hat. Wenn man ihn anspielt, weiß man, dass er immer ein überraschendes Element in seinem Spiel hat.“

Der Trainer sprach auch über das Telefonat, in dem Draxler dem Coach mitteilte: Ich will weg. Hecking: „Ich habe ihm gesagt: ,Julian, ich glaube, dein Wunsch wird nicht erhört werden.’ Weil wir auch klare Vorstellungen haben. Er wusste von unserem Wunsch.“

Bleibt die Frage, wie die Fans reagieren - viele finden es nicht gut, dass Draxler sich nicht äußert und eingesteht, mit dem Ich-will-weg-Interview einen Fehler gemacht zu haben. „Der Großteil unserer Fans will eins - dass Julian Leistung bringt“, sagte der Trainer. Gleichzeitig zeigte er aber auch Verständnis für die verärgerten Anhänger. „Für uns ist die Sache beendet, das sollten auch unsere Fans respektieren. Bei aller Wut und Enttäuschung.“ Letztendlich gehe es darum, „dass wir einen sehr guten Spieler in unseren Reihen haben, den wir Gott sei Dank hierbehalten und der hoffentlich dazu beiträgt, dass wir erfolgreicher sind als im letzten Jahr.“

eh

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