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Jonker: Zum Abschied in die Königsklasse

VfL Wolfsburg Jonker: Zum Abschied in die Königsklasse

Ein letztes Mal Fußball-Bundesliga als Co-Trainer des VfL – am Samstag gegen Gladbach ist es so weit für Andries Jonker. Nach zwei Jahren ist das Kapitel Wolfsburg für ihn danach beendet, denn der Taktik-Fuchs wird Nachwuchs-Chef bei Arsenal London.

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Andries Jonker (l.) verlässt Dieter Hecking und den VfL Wolfsburg.

Zuvor aber will Jonker noch seinen schönsten Moment beim VfL erleben – den Einzug in die Champions League. Der 51-Jährige verrät: „Im vergangenen Sommer wurde bei einer Trainer- und Spieler-Sitzung gefragt, was wir erreichen wollen. Ich habe als Einziger gesagt, dass nur die Bayern und Dortmund einen besseren Kader haben als wir und dass wir die Champions League erreichen können.“ Gegen Gladbach kann Wolfsburg das noch schaffen. Jonker: „Ich hoffe also, dass mein schönster Moment noch kommt.“

Losgelegt hat er beim VfL vor zwei Jahren. „Als mich Felix Magath, den ich sehr schätze, damals angerufen hat, war ich überrascht. Damit hatte ich nach meiner Zeit bei den Bayern nicht gerechnet“, so Jonker. Aber Magath musste nach einem schlimmen Start gehen und Jonker fragte sich: „Will ich hier weiterhin bleiben?“ Er blieb, wurde Co-Trainer von Interimscoach Lorenz-Günther Köstner und dann von Dieter Hecking, der große Stücke auf den Holländer hält.

Denn Jonker versteht es wie fast kein Anderer, Taktiken zu lesen, Spieler besser zu machen. Bei Bayern etwa hatte er VfL-Mittelfeld-Stratege Luiz Gustavo zum Sprung nach oben verholfen. Gustavo erinnerte sich daran und gab das Wolfsburgs Winter-Neuzugang Junior Malanda an die Hand. Jonker: „Als Junior dann für uns getroffen hat, bestätigt einen so etwas in seiner Arbeit.“

Jetzt ist fast Schluss für ihn in Wolfsburg. „Es war schon besonders beim VfL, ich habe in den zwei Jahren viel erlebt. Aber das Schönste soll ja noch kommen“, wiederholt der stille Arbeiter, der bei der WM Hollands Bondscoach Luis van Gaal unterstützt, freudig lächelnd.

eh

Jonker-Nachfolger: Die Suche läuft

Für Andries Jonker ist  das Bundesliga-Finale gegen Gladbach auch der Abschied vom VfL. Der Co-Trainer wird neuer Jugendleiter bei Arsenal London (siehe Text). Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren.

„Wir haben sehr viele Bewerbungen bekommen, von denen die meisten aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in Frage kommen. Es gibt nicht viele, die so ähnlich wie Andries auf diesem Niveau arbeiten können“, schildert Trainer Dieter Hecking. „Mit dem Einen oder Anderen haben wir Gespräche geführt. Von einer Entscheidung sind wir noch ein Stück entfernt.“

rs

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