Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ist es schon wieder soweit?

VfL Wolfsburg Ist es schon wieder soweit?

Seit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft ist es ein Dauerthema im Umfeld des sportlich schlingernden VfL: Verhindern dicke Gehälter und ein leichtes Leben beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten den unbedingten Willen zum Erfolg? Nun tauchen all diese Fragen wieder neu auf.

Voriger Artikel
Derby: VW schweigt
Nächster Artikel
Diegos Vater: Atlético verhandelt

Ex-Trainer Armin Veh schickte 2009 Torjäger Grafite in den Heimaturlaub, weil der Brasilianer eher Handtaschen statt Laufwege im Kopf hatte. Ex-Manager Dieter Hoeneß prägte den Begriff von der Komfortzone, in der sich VfL-Profis befänden und in der Bequemlichkeit die letzte Leidenschaft verhindern. Und sogar Felix Magath bemerkte bei seiner zweiten Amtszeit, dass in Wolfsburg „vieles anders“ laufe als an anderen Standorten und dass man sich hier um die Motivation der Spieler auf besonderere Weise kümmern müsse als anderswo.

Nach der Derby-Blamage geht es wieder los: leidenschaftslose Spieler, zu wenig Identifikation, zu satte Profis. Hat der VfL ein immer fortwährendes Motivationsproblem? Linksfuß Marcel Schäfer ist seit 2007 in Wolfsburg, hat alle Krisen miterlebt, er sagt: „Dass jetzt alles komplett in den Dreck gezogen wird, halte ich für falsch. Man darf nicht alles grundsätzlich infrage stellen. Vor dem Derby haben alle gesagt, dass wir auf einem guten Weg sind. In München hat man uns noch Leidenschaft bescheinigt.“

Allerdings warnt der Ex-Kapitän auch vor altbekannten Tendenzen: „Wir haben im Derby versagt und beschissen gespielt. Das war des VfL Wolfsburg nicht würdig. Dadurch ist vieles kaputt gegangen, was wir uns aufgebaut hatten. Klar ist, wir müssen uns mehr den Hintern aufreißen. Unter allem andern leidet der Verein und das Umfeld.“ Auffällig ist: Mit einem Urteil über Teamkollegen hält sich Schäfer zurück. „Ich kann und möchte nur über mich selbst reden. Ich empfinde es in Wolfsburg im Moment nicht als Komfortzone, sondern als einen Albtraum.“

rs

Voriger Artikel
Nächster Artikel