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Ismaël fängt an, Allofs bastelt an einer größeren Lösung

VfL Wolfsburg Ismaël fängt an, Allofs bastelt an einer größeren Lösung

Wolfsburg. Am Samstag das Keller-Duell in Darmstadt und am nächsten Mittwoch im Pokal in Heidenheim - diese beiden Spiele bekommt Valérien Ismaël auf sicher als Interimstrainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Möglicherweise bleibt der Deutsch-Franzose noch länger...

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Auf dem Weg zur ersten Trainingseinheit: Valérien Ismaël mit den Bundesliga-Profis des VfL Wolfsburg.

Quelle: Roland Hermstein

Denn Manager Klaus Allofs sagte am Dienstag: „Ismaël ist keine Notlösung. Ich traue ihm das zu. Wir sind auf der Position erst mal sehr gut aufgestellt, prüfen aber auch Alternativen. Das ist legitim.“

Allofs, der den Franzosen 2003 als Spieler zu Werder Bremen und als Trainer 2013 und 2015 zum VfL geholt hatte, kennt den einstigen Top-Innenverteidiger bestens. Aber: Die Wahrscheinlichkeit auf eine Dauerlösung erscheint erst einmal gering. Allofs hat sich längst auf die Suche nach einer größeren Lösung begeben - schon nach dem erschreckend schwachen 1:2 vor knapp vier Wochen bei Werder Bremen hatten sich die Verantwortlichen intern Gedanken gemacht. Was nun passiere, räumt der Manager ein, hänge auch „vom Verlauf der nächsten Spiele ab“.

Und was sagt Ismaël dazu? Der Ex-Profi will das alles nicht überbewerten. Er sieht es nicht als die große persönliche Chance, sondern als Chance für den Klub, der raus will aus der Misere. „Ich schaue nicht, was in drei Monaten ist.“ Denn erst einmal seien schnelle Lösungen gefragt. „Momentan brennt es.“

Die Aussagen von Allofs, so Ismaël weiter, „zeigen das Vertrauen. Ich selbst erwarte nichts, wichtig ist das Spiel am Samstag“, sagt der Interimscoach. Und: „Ich kenne die Spielregeln, in der Bundesliga muss man Ergebnisse liefern. Das möchte ich versuchen, hinzubekommen.“

Ismaël genießt erst mal das Vertrauen. Bevor er gestern vor die Mannschaft trat, redete er mit dem VfL-Mannschaftsrat um Kapitän Diego Benaglio, Luiz Gustavo, Marcel Schäfer, Jeffrey Bruma und Jakub Blaszczykowski.

Mit dabei war auch Allofs. Was erwartet der Manager von der Interimslösung? „Wir sind uns einig, dass die Mannschaft unter Wert gespielt hat.“ Ismaël sollte in der Lage sein, das bei einer Vielzahl der Spieler zu verändern, glaubt Allofs. Und: Der Franzose soll „die mannschaftliche Geschlossenheit stärken“. Sein Vorgänger hatte vergeblich dagegen angekämpft.

eh/apa

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