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Irre! Eine 1200-Kilometer-Reise für ein Spiel um die Goldene Ananas

VfL Wolfsburg Irre! Eine 1200-Kilometer-Reise für ein Spiel um die Goldene Ananas

Diese Maßnahme zeigt, wie verzweifelt die VfL-Verantwortlichen nach den jüngsten Pleite-Vorstellungen ihrer Profis sind: Das angekündigte Kurztrainingslager des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten findet in Grassau am Chiemsee statt, 530 Kilometer Luftlinie südlich der VW-Arena!

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Auf dem Sprung nach Grassau: Die Wolfsburger Max Kruse (2. v. l.) und Bas Dost (r.) müssen in den kommenden drei Tagen 1200 Kilometer zurücklegen. Am Samstag wartet der Hamburger SV (schwarze Trikots).

Am Mittwoch reisen die VfLer via Salzburg nach Oberbayern, am Freitag geht‘s nach Hamburg, wo am Samstag das vorletzte Saisonspiel ansteht. Macht unterm Strich: 1200 Reisekilometer (Luftlinie) für ein Spiel, in dem es eigentlich nur um die Goldene Ananas geht! Denn dass der VfL tatsächlich noch mal in die Nähe des Relegationsplatzes 16 kommen könnte, ist bei allen Rechenspielen wirklich nur graue Theorie, auch Trainer Dieter Hecking hält Abstiegs-Hochrechnungen für Märchen.

Warum also dieser irre Reiseaufwand? „Wir halten diese Maßnahme in Vorbereitung auf das Spiel beim HSV für sinnvoll, weil wir so in anderer Umgebung drei Tage lang konzentriert arbeiten können“, so Hecking in der Mitteilung, die der Verein dazu am Dienstagabend veröffentlichte.

Schon am Sonntag hatte Hecking angekündigt, mal „etwas zu versuchen, was wir noch nicht ausprobiert haben“. Warum man dafür bis fast in den äußersten Zipfel Deutschlands reisen muss – mit entsprechendem Aufwand und entsprechenden Kosten –, erklärt sich dadurch allerdings nicht. Andererseits: Die Quartiersuche dürfte angesichts des bevorstehenden Feiertags auch nicht ganz einfach gewesen sein. Und: Manager Klaus Allofs hatte immer betont, wie wichtig die letzten beiden Ligaspiele sind – dieser Reiseaufwand unterstreicht das.

Innerhalb der Mannschaft stößt die spontane Dienstreise zwar nicht auf Begeisterung, „aber wenn der Trainer diese Entscheidung getroffen hat und sie für förderlich hält, dann akzeptieren wir das natürlich gerne“, ordnet auch Abwehrchef Naldo seine Interessen denen der Mannschaft unter.

Der 33-Jährige selbst weiß trotz seiner ganzen Erfahrung nicht, welche Ursachen es für die Krise gibt: „Aber vielleicht werden wir sie ja in Grassau herausfinden.“ Und für diese Erkenntnis wären schließlich nicht einmal 1200 Kilometer zu weit...

von Andreas Pahlmann und Pascal Mäkelburg

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