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Interimstrainer beim VfL: Jetzt spricht Experte Köstner

VfL Wolfsburg Interimstrainer beim VfL: Jetzt spricht Experte Köstner

Winnenden/Wolfsburg. Der VfL versucht‘s mal wieder mit einem Interimstrainer. Wie das geht, weiß keiner so gut wie Lorenz-Günther Köstner. Gleich zweimal war der Oberfranke beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten in der Rolle, die jetzt Valérien Ismaël ausfüllt.

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Zu Hause in Winnenden: Lorenz-Günther Köstner geht es nach einer Virus-Erkrankung wieder bestens.

Quelle: Imago

Der 64-Jährige saß in insgesamt 32 Pflichtspielen auf der VfL-Bank und holte im Schnitt 1,69 Punkte - nur einer der „Haupt“-Cheftrainer des VfL war in der Bundesliga-Zeit besser: Dieter Hecking.

Was macht einen guten Interimstrainer aus? Köstner ist Experte - und verrät, wie er es geschafft hat, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Gerade seine zweite Zeit als Interimstrainer in Wolfsburg ist mit den jetzt anstehenden Aufgaben vergleichbar. Denn im Oktober 2012 hatte es wie jetzt eine englische Woche für den Interimscoach gegeben. Köstner gewann als Nachfolger von Meistertrainer Felix Magath in der Liga in Düsseldorf (4:1) und im Pokal gegen den damaligen Zweitligisten FSV Frankfurt (2:0). Jetzt muss Ismaël es in Darmstadt und bei Zweitligist Heidenheim meistern. Köstner traut ihm das zu, sagt: „Wichtig ist Zusammenhalt. Ich habe den Jungs gesagt: ,Keiner verliert ein schlechtes Wort über meinen Vorgänger.‘ Zudem habe ich auf die vorhandenen, aber nicht mehr sichtbaren Stärken der Spieler hingewiesen. Die musst du herauskitzeln.“ Ebenfalls wichtig: „Du musst glaubwürdig sein. Die Mannschaft hat damals schnell gemerkt, dass ich es bin.“

VfL-Aufsichtsratschef und VW-Vorstand Francisco Garcia Sanz sowie der ehemalige VW-Boss Martin Winterkorn vertrauten Köstner damals, jetzt vertraut Klaus Allofs auf Ismaël. Im Winter 2012/13 hatte der Manager den damaligen Interimstrainer Köstner durch Hecking ersetzt. Köstner kehrte zum VfL II zurück, seinen im Sommer 2013 auslaufenden Vertrag verlängerte Allofs nicht, holte Ismaël von Hannover 96 II. Gegen den hat Köstner übrigens sein letztes Spiel als VfL-II-Trainer gewonnen.

„Ismaël ist Allofs‘ Mann, er hat ihn damals auch für eine Situation wie jetzt geholt. Ich bin dem Klaus nicht böse. Einem wie Ismaël gehört die Zukunft - aber er braucht jetzt auch Erfolge“, sagt Köstner - und kann sich einen kleinen Seitenhieb Richtung VfL-Verantwortliche nicht verkneifen: „Klar waren die Ergebnisse zuletzt nicht gut - aber dennoch hat‘s Dieter Hecking nicht verdient, dass es für ihn so schnell zu Ende geht.“ Am Ende habe es mal wieder nur den Trainer getroffen - „dabei haben alle Verantwortlichen damit zu tun, dass der VfL jetzt in dieser Lage ist.“

eh

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