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In Freiburg nur Bankdrücker: Casteels ist mega-sauer

VfL Wolfsburg In Freiburg nur Bankdrücker: Casteels ist mega-sauer

Es sei keine Entscheidung gegen Koen Casteels gewesen, versuchte der neue VfL-Cheftrainer Valérien Ismaël am Sonntag die Wucht des Torwartwechsels für den Belgier ein wenig zu dämpfen - vergebens! Denn Casteels ist mega-sauer, weil er sich das 3:0 des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten in Freiburg von der Bank aus anschauen musste.

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Konkurrenten: Die VfL-Torhüter Casteels (in Rot) und Benaglio (l.).

Quelle: Imago

Wolfsburg. „Ich war sehr überrascht, das kam sehr unerwartet“, sagte Casteels im Gespräch mit der WAZ. Und: „Ich konnte diese Entscheidung nicht ganz nachvollziehen.“

Obwohl der 24-Jährige nach seinem Magen-Darm-Infekt, der ihn gegen Leverkusen zu einer Pause gezwungen hatte, wieder fit war, setzte Ismaël auf Kapitän Diego Benaglio zwischen den Pfosten und begründete es so: „Wir haben auf unser Bauchgefühl gehört, Diego Benaglio ist der Kapitän der Mannschaft - und in dieser Phase braucht die Mannschaft den Kapitän auf dem Platz.“

Dabei hatte der erfahrene Schlussmann vor der Saison seinen Status als Nummer 1 an Casteels verloren - auch Ismaël hatte sich zunächst dafür entschieden, es so zu machen, wie es Wolfsburgs Ex-Trainer Dieter Hecking ursprünglich mal vorgegeben hatte: In der Bundesliga spielt Casteels, im Pokal Benaglio. Aber vorm Freiburg-Spiel entschied er anders, was wiederum Casteels nicht versteht. Der ehrgeizige Torhüter hatte in den acht Spielen zuvor viermal zu Null gespielt, nur Manuel Neuer (Bayern München) und Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt) sind in dieser Statistik besser. „Ich denke, ich war ein konstanter Spieler, das Problem stand nicht im Tor. Deswegen ist es für mich auch so schwer zu verstehen, dass ich in Freiburg nicht spielen durfte“, so Casteels.

Im Sommer sollen unter anderem Mainz und Leipzig Interesse gezeigt haben, doch der 24-Jährige wollte in Wolfsburg zur Nummer 1 aufsteigen - und schaffte das auch. Allerdings: Sollte sich für ihn die sportliche Lage nicht wieder ändern, ist ein Abschied im Winter nicht ausgeschlossen. Er bestätigt es: „Das Thema ist für mich nicht so weit weg. Ich habe lange gewartet, dass ich hier die Nummer 1 werde. Ich habe gezeigt, dass ich das Zeug dafür habe.“ Zunächst einmal wolle er die Länderspielpause abwarten und sehen, wer dann gegen Schalke spielt. Casteels kämpferisch: „Ich gehe davon aus, dass ich wieder die Nummer 1 sein werde.“

eh

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