Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
„Im Moment ist es einfach geil"

VfL Wolfsburg „Im Moment ist es einfach geil"

Beim 2:0-Sieg  in der Fußball-Bundesliga gegen den Hamburger SV hatte er seinen vierten Saisontreffer erzielt, mit dem VfL Wolfsburg ist er schärfster Bayern-Verfolger – für Ivica Olic genug Gründe, um glücklich zu sein.

Voriger Artikel
De Bruyne jagt Misimovic‘ Meister-Rekord
Nächster Artikel
Ist der VfL bald der beliebteste Bundesliga-Klub in China?

Olic: „Unser Ziel muss jetzt sein, den zweiten Tabellenplatz zu behaupten. Keiner will das, was er sich schwer erarbeitet hat, verschenken“

Doch der VfL-Tor-Opa fiebert schon dem nächsten Highlight entgegen. Der 35-Jährige steht vor seinem 100. Länderspiel für Kroatien. Dieses große Jubiläum soll es am Sonntag in der EM-Qualifikation in Italien geben. Darüber und über den VfL-Höhenflug sprach der sympathische Angreifer mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel.

WAZ: Hätten Sie gedacht, dass Sie mal mit einem anderen Klub als Bayern so weit oben in der Tabelle stehen?

Olic: (lacht) Schöne Frage... Sagen wir es mal so: Ich hab‘ mir das mit dem Tag meiner Vertragsunterschrift in Wolfsburg gewünscht.

WAZ: Warum läuft es in diesem Jahr so gut?

Olic: Der Verein hat viele große und sinnvolle Transfers getätigt, wir sind eine Einheit auf dem Platz. Egal, wen der Trainer im Augenblick bringt: Jeder macht seine Sache richtig gut. Es ist einfach geil, es ist eine wunderschöne Momentaufnahme - mehr aber nicht. Denn der Abstand zu den Mannschaften hinter uns ist nicht so groß, dass wir uns mehrere Niederlagen leisten können.

WAZ: Was muss jetzt bis Weihnachten das Ziel sein?

Olic: Diese Position zu behaupten. Keiner will das, was er sich schwer erarbeitet hat, verschenken.

WAZ: Mit welchem Gefühl fahren Sie jetzt zur Nationalelf?

Olic: Mit einer breiten Brust und mit großer Vorfreude...

WAZ: ...weil Sie vor Ihrem 100. Länderspiel stehen?

Olic: Natürlich. Ich weiß gar nicht, wie viele Anfragen ich von Freunden und Bekannten bekommen habe, die am Sonntag, wenn wir in Italien spielen, dabei sein wollen. Für mich wird das ein ganz besonderer Moment.

WAZ: Können Sie das ein bisschen genauer beschreiben?

Olic: Schauen Sie, in Kroatien haben es mit Dario Simic, Darijo Srna, Joe Simunic und Stipe Pletikosa nur vier Nationalspieler auf 100 oder mehr Länderspiele gebracht. Aber keiner von ihnen ist Stürmer. Ich bin der erste, der das schaffen wird.

WAZ: 2002 haben Sie bei der WM ausgerechnet gegen Italien Ihr erstes WM-Tor geschossen...

Olic: ...und im Tor stand schon damals Gianluigi Buffon. Jetzt, zwölf Jahre später, treffen sich zwei, die im Winter ihrer Karriere stehen, wieder.

WAZ: Werden Sie wieder gegen ihn treffen?

Olic: Klar will ich ein Tor machen, aber wichtiger ist ein gutes Ergebnis. Die Italiener und wir haben ja alle ihre Spiele in der EM-Qualifikation gewonnen.

WAZ: Gab‘s in der langen Länderspiel-Karriere den einen Moment, das eine besondere Spiel, an das Sie sich immer erinnern werden?

Olic: (weiß es sofort) Das bei der WM 2002 gegen Italien. Nach meinem Tor habe ich mein Trikot ausgezogen und ein T-Shirt mit dem Namen unseres damals gerade geborenen Sohnes Antonio gezeigt. Das vergesse ich nie, viele Leute sprechen mich immer wieder auf diesen Moment an. Es war der Moment, der mich auch außerhalb Kroatiens bekannt gemacht hat, es war der Moment, in dem meine internationale Karriere begann.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell