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„Ich will es mir selbst am meisten beweisen“

WAZ-Interview mit Marcel Schäfer „Ich will es mir selbst am meisten beweisen“

Kaum ein anderer Profi des aktuellen Kaders steht so für den VfL Wolfsburg wie Marcel Schäfer. Doch hinter dem Linksverteidiger liegt eine Saison, in der er nicht eine Bundesliga-Minute auf seiner Stammposition gespielt hat. Mit welchen Gedanken der ehemalige Kapitän morgen in den Trainingsauftakt geht, verriet er WAZ-Sportredakteur Robert Schreier.

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Quelle: Imago

WAZ: Die vergangene Saison war für Sie persönlich sicherlich nicht restlos zufriedenstellend. Konnten Sie im Urlaub gut abschalten?
Schäfer: Ja, die Pause hat gut getan. Wobei ich sagen muss, dass es bei mir dann nach einer Zeit ohne Fußball auch genug ist. Ich freue mich darauf, dass es wieder los geht.

WAZ: Keine Anzeichen von Frust?
Schäfer: Im Gegenteil. Ich ziehe mich in solch einer Situation nicht in mein Schneckenhaus zurück. Ich habe immer alles gegeben und werde auch ab Samstag wieder Vollgas geben. Das ist mein Anspruch.

WAZ: Auch, um es jemandem zu beweisen?
Schäfer: Nein, das wäre der falsche Ansatz. Ich will es mir selbst immer am meisten beweisen. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich immer mein Bestes für die Mannschaft, den Verein und die Stadt geben werde.

WAZ: Also keine Gedanken an einen Wechsel?
Schäfer: Gab es Gerüchte über andere Vereine und mich?

WAZ: Es war nichts zu lesen.
Schäfer: Das ist doch ein klares Zeichen. Ich habe mit meiner Vertragsverlängerung vor einem Jahr einen richtungsweisenden Entschluss gefasst. Das stelle ich jetzt nicht alles in Frage, nur weil es in der vergangenen Saison für mich persönlich nicht so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt hatte.

WAZ: Wenn man nicht mehr die erste Geige spielt, vielleicht schon...
Schäfer: Mein Vertrag beim VfL läuft noch drei Jahre. Ich habe noch sportliche Ziele und will mit der Mannschaft einiges erreichen. Das verschiebt sich dann, wenn ich irgendwann einmal in einen anderen Bereich beim VfL wechsle. Aber ich fühle mich auch so fit, dass ich angreifen kann. Konditionell läuft mir keiner unserer Jungs weg.

WAZ: Wie sehen Sie denn die Chancen, in der nächsten Saison mehr zu spielen?
Schäfer: Ricardo Rodriguez ist ohne Zweifel ein starker Spieler. Auch bei der WM hat er gute Leistungen gebracht - wie übrigens die anderen Wolfsburger auch. Aber allein schon, weil wir jetzt in drei Wettbewerben sind, wird jeder Spieler, der im Training Gas gibt, zu seinen Einsatzzeiten kommen.

WAZ: Rodriguez kommt nach der WM später nach Wolfsburg zurück. Zudem gibt es Gerüchte über einen Wechsel. Wittern Sie da eine größere Chance?
Schäfer: (lacht) Ach nein, Rici kommt zu einem Zeitpunkt in die Vorbereitung, wenn noch alles offen ist. Und außerdem muss man sagen: Konkurrenz innerhalb eines Vereins ist ja gut. Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis. Es kommt sogar hin und wieder vor, dass wir zusammen zum Training fahren. Und gemeinsam essen gehen können wir auch, ohne dass wir uns streiten. (lacht)

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