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Hier zeigt Diego sein größtes Glück

WAZ-Interview Hier zeigt Diego sein größtes Glück

Seine Zukunft beim VfL ist immer noch offen. Dabei ist Diego längst zu einem echten Wolfsburger geworden. Vor zwei Wochen hat seine Frau Bruna nach Daví (3) den zweiten Sohn geboren. Inzwischen ist Matteo zu Hause. Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Robert Schreier spricht Diego über die sportliche Lage, seine Pläne und die Rolle als zweifacher Papa.

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„Meine Familie beschert mir wunderbare Momente“: VfL-Star Diego mit seiner Frau Bruna, Sohn Daví und Baby Matteo. Am Samstag geht‘s für den Brasilianer gegen Bremen.

Quelle: Photowerk (he)

WAZ: Diego, am Samstag spielen Sie mit dem VfL gegen Bremen. Eine Mannschaft, die Sie immer noch im Herzen tragen?

Diego: Ja, es ist ein spezielles Spiel für mich. Es ist aber nicht das erste Wiedersehen. Es ist vor allem sehr wichtig für den VfL. Ein Sieg gegen Werder ist der einzige Weg, die Punkte aus Augsburg zu vergolden. Aber wie schwierig das wird, weiß wohl niemand.

WAZ: Wie meinen Sie das?

Diego: Bremen ist eine Wundertüte - teilweise unberechenbar. Sie haben einige gute Spieler in ihren Reihen. Aber wir wollen das Spiel gewinnen.

WAZ: Dass Sie immer alles für den VfL geben, sieht man auf dem Platz. Ist Wolfsburg inzwischen auch so tief in Ihrem Herzen wie Bremen?

Diego: Ja, ich kann das Gleiche über Wolfsburg sagen. Die Fans, Einwohner und Verantwortlichen sind immer freundlich zu mir. Nur eines fehlt mir noch.

WAZ: Und zwar?

Diego: Mit Werder habe ich Titel gewonnen. Es ist mein großes Ziel, das auch mit dem VfL zu erreichen. So könnte ich Vieles zurückgeben, was ich an Zuneigung bekommen habe.

WAZ: Vielleicht haben Sie nicht mehr viel Zeit für Titel mit dem VfL. Ihr Vertrag läuft im Sommer aus...

Diego: Man wird sehen, wie viel Zeit ich noch in Wolfsburg habe.

WAZ: Privat würden Sie auch gern bleiben?

Diego: Ja, meine Familie fühlt sich wohl. Und es wird immer ein Teil meiner Lebensgeschichte sein, dass meine beiden Söhne in Wolfsburg geboren wurden. Die Geburten waren fantastisch. Ich muss mich bei allen im Klinikum bedanken und bin stolz darauf, zwei deutsche Jungs in der Familie zu haben.

WAZ: Wie wichtig ist Ihnen die Familie?

Diego: Sie ist das Wichtigste nach Gott. Sie ist meine Basis hier in Wolfsburg. Ich brauche mein Heim zum Ausspannen. Meine Familie beschert mir wunderbare Momente. Ich bin sehr stolz auf meine Frau und die Kinder.

WAZ: Hat sich Ihr Leben nach der Geburt des zweiten Sohnes noch einmal verändert?

Diego: Das erste Kind gibt dir viel Erfahrung. Aber es wird nicht leichter. Doch ich liebe das Gefühl einer großen Familie.

WAZ: Was machen Sie noch, außer mit den Jungs zu spielen?

Diego: (lacht) Ich versuche alles, wechsele die Windeln, fahre den Großen in den Kindergarten, den Kleinen zum Arzt. Ich füttere sie, nur mit dem Essen machen komme ich nicht so klar. Bei mir gibt es immer Sandwiches.

WAZ: Wie gut spielt Daví schon Fußball?

Diego: Er spielt zumindest, seit er laufen kann. Beim Krabbeln hatte er schon Bälle in der Hand. Aber er ist noch nicht in einem Verein. Mit drei ist das noch zu früh.

WAZ: Soll er denn mal Profi werden?

Diego: Ich werde ihn nicht dahin drängen. Wenn er es mag, dann soll er es machen. Mit meiner Erfahrung aus dem Geschäft würde ich ihn unterstützen. Aber beide sollen das machen, was sie glücklich macht.

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