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Herr Allofs, vier Fragen zu Platz vier

VfL Wolfsburg Herr Allofs, vier Fragen zu Platz vier

Jetzt jagt der VfL den vierten Platz in der Fußball-Bundesliga und damit die Teilnahme an der Champions League. Dieses Ziel gab Trainer Dieter Hecking aus. Dass er mit den Wolfsburgern irgendwann in die Königsklasse will, daraus hat auch Klaus Allofs nie einen Hehl gemacht. Die WAZ stellte dem Manager vier Fragen zu Platz vier.

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Tabellenplatz vier: Jubelt der VfL statt Leverkusen?

Wie realistisch ist die Champions League?
Vor der Saison hatte es von den Bossen keine Zielstellung gegeben. Nur zögerlich legte sich der VfL im Verlauf der Spielzeit auf die Europa League fest. Nun ist es die Königsklasse. „Für uns ist das aber keine neue Messlatte“, ordnet Allofs ein. „Wenn wir unsere Entwicklung in der Mannschaft vorantreiben, sollten wir genügend Punkte holen, um Platz fünf oder sechs zu sichern. Geht‘s außergewöhnlich gut weiter, wird am Ende alles schneller verlaufen sein, als wir gedacht hatten.“ Die Chancen einzuschätzen vermag der Manager aber nicht: „Ich stelle keine Hochrechnungen an...“

Darf der VfL offen von der Königsklasse reden?
Zweimal hatte der VfL in seiner Bundesliga-Geschichte mit internationalem Fußball überrascht: Zunächst 1999 (UEFA-Pokal), dann 2008 (UEFA-Pokal) und 2009 (Champions League). Nachhaltigen Erfolg brachte beides nicht. „Als wir unsere Arbeit hier begonnen haben, fanden wir einige Probleme vor. Diese Arbeit ist noch nicht beendet. Daher haben wir uns immer die Maßgabe gesetzt, nicht euphorisch zu sein. Das halte ich bei der Vorgeschichte des VfL für sinnvoll“, erläutert Allofs, der trotz der neuen Gedanken klarstellt: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, dazwischen zu hauen, wenn man sich weitersieht, als man ist. Wenn hier eine falsche Wahrnehmung entsteht, werde ich eingreifen. Erfolge sind nie das Ende der Fahnenstange, sondern immer die Aufforderung, noch professioneller zu werden.“

Ist der VfL reif für die Champions League?
Es ist die beste Saison seit der Meisterschaft 2009. Doch der VfL spielt schwankend. Kann dieses Team schon Königsklasse? „In einigen Spielen würde ich sagen: Ja, soweit sind wir. In anderen war es weniger gut“, schätzt Allofs ein – und sagt offen: „Wenn wir im Kader alles überprüfen, werden wir wohl öfter als die Bayern auf Fälle stoßen, bei denen wir sagen: Da muss sich der Spieler verbessern oder eine Veränderung her.“ In Sachen Zusatzbelastung macht er sich aber keine Sorgen: „Wir sind auf allen Positionen doppelt besetzt. Ein dritter Wettbewerb ist keine komplett andere Welt, sondern ein Lernprozess.“

Plant der VfL für die Königsklasse?
Plan A für die Europa-League-Quali, Plan B für den Einzug in die Champions League? Nein, so sieht‘s in Allofs‘ Schublade nicht aus. „Wir werden eines nicht tun: Das Tempo der Veränderungen am Tabellenplatz festmachen. Unsere Planungen laufen unabhängig vom Saisonausgang. Wir werden in ein paar Wochen Stärken und Schwächen analysieren – und uns dann personell ergänzen“, so Allofs.

rs

Die CL-Regularien: Das heißt Platz vier

Der VfL kämpft um Tabellenplatz vier und damit die Teilnahme an der Champions League. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn der Wolfsburger Fußball-Bundesligist tatsächlich diesen Rang erreicht?

Dank der Stärke der Bundesliga müsste der VfL als vierter deutscher Vertreter erst in den Playoffs zur Champions-League-Gruppenphase antreten. Die Duelle mit Hin- und Rückspiel finden am 20. und 27. August statt –  eingerahmt von der ersten Runde des DFB-Pokals und den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen. Die Saison-Vorbereitung müsste also nicht großartig umgeplant werden.

In den Playoffs warten allerdings schon Hochkaräter. Möglich sind Duelle mit dem Dritten der italienischen Meisterschaft (momentan der SSC Neapel), dem Vierten aus England (momentan Arsenal) oder Spanien (momentan Bilbao). Es kann aber auch gegen die Meister aus Dänemark, Schweden, Schottland, Österreich oder der Schweiz gehen.

Gewinnt der VfL, steht er in der Gruppenphase der Champions League und wird vermutlich gegen zwei Hammer-Gegner gelost. Verliert er die Playoffs, startet er automatisch in der Gruppenphase der Europa League und gehört dort zu den topgesetzten Mannschaften.

rs

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