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Helmes: Darum bin ich weg aus Wolfsburg

WAZ-Interview Helmes: Darum bin ich weg aus Wolfsburg

Tschö Wolfsburg, hallo Kölle - er war beim VfL ein Publikumsliebling, aber seit gestern ist Patrick Helmes zurück in seiner Heimat, zurück bei seinem Verein 1. FC Köln. Nach Medizincheck, Unterschrift unter den Dreijahres-Vertrag, offizieller Vorstellung und einem kurzen Training führte der ehemalige Stürmer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel das Abschieds-Interview.

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Kölner T-Shirt, Kölner Trikot: Patrick Helmes gestern bei seiner Vorstellung in der Domstadt.

Quelle: dpa

WAZ: Sie verdienen weniger Geld, spielen jetzt für einen Zweitligisten - warum ist dieser Wechsel trotzdem kein Rückschritt für Sie?

Helmes: Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Ich kann in Köln wieder regelmäßig spielen und bin zurück bei meiner Familie. Außerdem ist der FC ein Klub, der in die Bundesliga gehört und das auch schaffen wird.

WAZ: Beim VfL durften Sie zuletzt nicht in der Bundesliga spielen - sind Sie sauer auf Trainer Dieter Hecking?

Helmes: Ganz und gar nicht. Der Trainer hatte 25 Spieler im Kader, er war der Meinung, dass andere besser sind. Ich kann damit leben.

WAZ: Was nehmen Sie aus Wolfsburg mit?

Helmes: Ich hatte beim VfL eine tolle und lehrreiche Zeit, mit vielen Höhen und Tiefen. Ich haben viele Freunde in Wolfsburg zurückgelassen, werde die Menschen, die etwa auf der Geschäftsstelle arbeiten, vermissen. Das gilt auch für die Fans, zu denen ich eine enge Bindung hatte. Ich habe mich in Wolfsburg immer wieder zurückgekämpft und habe auch in schweren Phasen zum VfL gehalten.

WAZ: Jetzt sind Sie zurück in Köln...

Helmes: ...und das ist auch gut so. Ja, ich habe gesagt, dass ich den VfL nicht verlasse, aber in den letzten Tagen habe ich mich dann doch dazu entschieden, diesen Schritt zurück in meine Heimat zu machen. Ich hatte kein Problem damit, in der Regionalliga zu spielen, aber nicht die ganze Zeit. Ich wünsche dem VfL wirklich alles Gute, aber jetzt beginnt für mich eine neue Zeit bei meinem Verein.

WAZ: In Wolfsburg wurden Sie geliebt, in Köln gab‘s am Sonntag ein Transparent mit der Aufschrift: ,Patrick Helmes - nie wieder für den FC‘. Wie gehen Sie damit um?

Helmes: Ich will das nicht überbewerten, das sind Leute, die mir meinen Wechsel von Köln nach Leverkusen noch übelnehmen. Der Großteil der Fans steht hinter mir. Und die wenigen, die das vielleicht noch nicht tun, will ich mit guten Leistungen überzeugen.

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