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Heckings Schiri-Zoff: Ab auf die Tribüne

VfL Wolfsburg Heckings Schiri-Zoff: Ab auf die Tribüne

Vielleicht, so sinnierte Dieter Hecking am Tag danach, sei es sogar besser, wenn man gleich in die Kabine muss statt auf der Tribüne zu sitzen.

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Der Trainer-Platzverweis: Dieter Hecking (l.) ist sauer, diskutiert mit dem vierten offiziellen Robert Kempter, ehe er auf die Tribüne musste und dort auch die Häme des Hintermannes ertragen musste.

Ansonsten wollte der Trainer des VfL zum Aufreger des Fußball-Bundesliga-Spiels am Samstag in Mönchengladbach am liebsten gar nichts mehr sagen. Eine gute Viertelstunde vor Spielende, es stand noch 0:0, hatte Schiri Felix Zwayer den Wolfsburger Coach auf die Tribüne geschickt - der übereifrige vierte Offizielle hatte den Unparteiischen dazu aufgefordert.

Gehadert hatte Hecking fast das ganze Spiel über mit dem Schiri. Zunächst, weil die Gelbe Karte gegen Borussen-Raubein Granit Xhaka zu spät kam, dann wegen einer Freistoßentscheidung, kurz darauf wegen einer von den Schiris falsch bewerteten Einwurfsituation. Referee Zwayer ermahnte Hecking heftig, drohte ihm bereits mit Platzverweis.

Als er sich dann umdrehte und kurz mit dem Fuß gegen die Bande vor der eigenen (!) Bank trat, wollte auch Robert Kempter (gab als Assistent vor drei Wochen Bayerns Witz-Elfer gegen Augsburg) mitmischen. Auf den TV-Bildern lässt sich von den Lippen des vierten Offiziellen ablesen, dass er „Schick ihn hoch!“ ins Headset sprach. Schiri Zwayer folgte dem Vorschlag.

Auf der Tribüne hinter der Bank saß Hecking inmitten zunächst freundlicher Gladbach-Fans, beim 1:0 jubelte dann ein Borussen-Anhänger heftig-hämisch in Richtung Hecking. Das Bild dieser Szene war kurz nach dem Spiel ein Renner in den sozialen Netzwerken.

Der kleine Tritt an die Bande - das sei für „Herrn Kempter vielleicht etwas zu heftig gewesen“, sagte Hecking, dem jetzt eine Geldstrafe droht. In der Sache aber sieht sich der VfL-Trainer „absolut im Recht“. Nach dem Spiel ging der VfL-Trainer auch in die Schiri-Kabine, mit glücklichem Gesicht kam er nicht raus...

Was für die Idee einer Kabine-statt-Tribüne-Strafe spricht: Zwayers größten Fehler musste Hecking mitansehen, als er gerade auf der Tribüne Platz genommen hatte. Denn der Gladbach-Freistoß (nach Abseits von Bas Dost), der das erste Tor einleitete, wurde von einer völlig falschen Stelle ausgeführt, außerdem ruhte der Ball nicht. Sky-Experte und Ex-Weltschiedsrichter Markus Merk: „Eine klare Fehlentscheidung!“

eh/apa

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