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Heckings Bilanz: Keiner war erfolgreicher

Allofs: „Er war ein Glücksfall für den VfL“ Heckings Bilanz: Keiner war erfolgreicher

Wolfsburg. Ein Titelgewinn, zwei Top-Fünf-Platzierungen und ein Schnitt von 1,75 Punkten pro Pflichtspiel: Dieter Hecking hat den VfL als erfolgreichster Trainer der Wolfsburger Fußball-Bundesliga-Geschichte verlassen. „Er war ein Glücksfall für den VfL“, betonte auch Manager Klaus Allofs am Dienstag noch einmal.

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Erfolgreiche Zeit beim VfL: Trainer Dieter Hecking (l.) mit Manager Klaus Allofs.

Quelle: dpa

Drei Jahre und zehneinhalb Monate, genau 1385 Tage, war Hecking beim VfL im Amt. Nur Wolfgang Wolf (fast auf den Tag genau fünf Jahre) saß länger auf dem Wolfsburger Bundesliga-Trainerstuhl. Was die Anzahl der Pflichtspiele als VfL-Chefcoach angeht, hätte Hecking Wolf allerdings noch in dieser Saison überholen können.

Dass es dazu nicht mehr kommt, hatte Allofs am Montag zusammen mit seinen drei VfL-Geschäftsführer-Kollegen entschieden und sich die Entscheidung vom Aufsichtsrat absegnen lassen. Eine zunächst angedachte Zusammenkunft zwischen Hecking und Aufsichtsrat-Chef Francisco Garcia Sanz fand nicht mehr statt. Allofs: „Was ich beim VfL als sehr wohltuend empfinde, ist der Austausch mit dem Aufsichtsrat, weil er intensiv und regelmäßig ist. Außerdem werden die Regeln klar eingehalten: Der Aufsichtsrat soll beaufsichtigen, aber die Entscheidungen werden von der Geschäftsführung getroffen. Vor diesen Entscheidungen wird diskutiert, ich bin für die sportlichen Dinge verantwortlich – und habe daher die ausschlaggebende Stimme.“

Die Entscheidung, sich von Hecking und dessen Co-Trainer Dirk Bremser zu trennen, gehe „einem nicht leicht von der Hand“, gab Allofs am Dienstag zu; immerhin sei sie auch „ein Einschnitt im Leben der Personen.“ Es habe ihm „viel Spaß gemacht, mit Dieter und auch Bremser zusammenzuarbeiten, daher ist’s schade, dass diese Phase beendet ist. Aber es ist auch nichts Außergewöhnliches, knapp vier Jahre sind eine lange Zeit.“

In der Tat: Hecking war gut 50 Tage länger im Amt als Felix Magath in dessen zwei Amtszeiten zusammengerechnet. Und er hatte einen besseren Punkteschnitt als alle seine Vorgänger – wobei man zur Ehrenrettung von Erik Gerets, Wolfgang Wolf und Co. auch anmerken muss, dass Heckings Kader qualitativ deutlich besser bestückt war als der, den die Wolfsburger Trainer vor ihm zur Verfügung hatten.

Aktuell verfügt der Kader über große Namen wie Mario Gomez und Julian Draxler, die aber wie viele ihrer Kollegen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. „Wir haben es leider nicht hinbekommen, die Mannschaft auf die nächste Stufe zu stellen“, so Allofs. Das sei zwar „nicht die Schuld des Trainers“ gewesen, aber der Wechsel könnte einen Impuls bringen – denn man habe es in der alten „Konstellation nicht mehr hinbekommen“ .

apa/eh

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