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Hecking und Allofs: Erwartung ist zu groß

VfL Wolfsburg Hecking und Allofs: Erwartung ist zu groß

Vier VfL-Siege in Folge - da wirken nun die beiden 1:1 in Nürnberg und gegen Hamburg auf den einen oder anderen enttäuschend. Doch gegen diese Wahrnehmung wehren sich die Verantwortlichen des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. „Hier gibt es die Erwartungshaltung, dass man jeden Gegner in Grund und Boden spielt. So gut sind wir aber längst noch nicht“, warnt Manager Klaus Allofs.

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Warnen vor zu großer Erwartung: VfL-Manager Klaus Allofs und VfL-Trainer Dieter Hecking.

Nach dem 1:1 gegen den HSV am Freitagabend war Dieter Hecking noch im VIP-Bereich der Arena. „Da war eine Stimmung, als ob wir 1:4 verloren hätten“, schildert der Trainer und beschreibt sein Unverständnis: „Wir müssen ein bisschen mit den Einschätzungen aufpassen. Wir stehen am Anfang eines Umbruchs und können nicht meinen, dass wir jetzt jeden aus dem Stadion schießen.“

Dass das aber teilweise erwartet wird, ist deshalb ein Problem, weil einige Spieler sich dem Irrglauben anzuschließen drohen. „Alle drumherum sind ungeduldig. Die Spieler sind es auch. Die haben doch im Kopf: Wenn wir Hamburg schlagen, haben wir schon so und so viele Punkte. Dann macht sich während des Spiels Enttäuschung breit, wenn es 0:1 oder nur 1:1 steht“, erklärt Allofs - und fügt an: „Auch deshalb haben wir dann nicht mehr richtig reagiert, mehr Fehler gemacht und hatten nicht diese Coolness.“

So habe man am Ende den Faden verloren. „Wir wollen alle viel - und das möglichst schnell. Wir dürfen aber nicht die Geduld verlieren“, mahnt Hecking. „Sonst rennst du kopflos ins Verderben.“ So wie in der letzten halben Stunde gegen den HSV. „Das darf uns nicht passieren. Da müssen wir noch cleverer werden.“

Teilweise sah so aus, als ob der VfL konditionell am Ende ist. Hecking dazu: „Wir sind immer zu spät gekommen. Dann wirkt es, als seien wir platt. Wir haben eine intensive Spielweise, aber dann müssen wir bei Ballbesitz für Ruhepausen sorgen und das Risiko minimieren, dass etwas passieren kann.“

rs/eh

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