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Hecking: „Mittel, die einem selbst nicht so lieb sind...“

VfL Wolfsburg Hecking: „Mittel, die einem selbst nicht so lieb sind...“

Die VfL-Trainingswoche begann früher als sonst. Weil Dieter Hecking seinen Fußballern den freien Tag gestrichen hatte, mussten sie am Montag zu einer Laufeinheit am Mittellandkanal antreten. „Manchmal“, so der Trainer des Wolfsburger Bundesligisten, „muss man zu Mitteln greifen, die einem selbst nicht so lieb sind...“

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Auf zum Mittellandkanal! Die VfLer bei ihrer Einheit am eigentlich trainingsfreien Montag.

Sieben Spiele ohne Sieg, desaströse Leistungen vor allem zuletzt in Bremen, gegen Mainz und in Dortmund - der VfL war im freien Fall. Den Begriff „Straftraining“ wollte Hecking dennoch nicht gelten lassen, aber die Laufeinheit am Montag sei eher für den Kopf als für den Körper gewesen: „Wir wollen die Spieler für die Situation sensibilisieren.“ In den Spielen zuletzt, das gab Hecking zu, „hat es von außen so ausgesehen, als würde die Mannschaft auseinanderfallen“, dass es öffentlich Häme und Kritik gibt, sei darum nachvollziehbar. Aber: „Ich bleibe dabei, dass die Spieler wollen. Das Vertrauen in die eigene Leistung fehlt, deswegen kommt die Mannschaft aus dieser Negativspirale nicht raus.“

Die Laufeinheit am Montag war nach einer guten halben Stunde vorüber. Auf dem Trainingsplatz ging es dann noch weiter mit Gymnastik-Übungen unter der Leitung von Reha- und Athletiktrainer Felix Sunkel. Trotz der Misere waren alle im Team darauf bedacht, die Stimmung etwas aufzulockern, Hecking lief selbst. „Etwas verkürzt“, wie er anschließend schmunzelnd zugab.

Zwei Spiele stehen noch an, es geht eigentlich um nichts mehr. Der Trainer und Manager Klaus Allofs wissen aber um die fatale Image-Wirkung, die zwei weitere blutleere Auftritte der Mannschaft hätten. Die Spiele beim HSV und eine Woche später gegen Stuttgart haben eine „große Bedeutung“, wie Allofs am Montag erneut betonte. Darum wolle man „zwar nicht in Panik geraten, aber in dieser Woche eben auch kein 08/15-Programm durchziehen.“ In Planung ist weiterhin ein Kurztrainingslager, das am Mittwoch oder am Donnerstag starten könnte. Die Entscheidung soll am Dienstag fallen. „Ort und Bedingungen müssen stimmen, sonst macht das keinen Sinn.“

Für Mittwoch angesetzte Medientermine hat der VfL - allerdings auch aus anderen organisatorischen Gründen - schon mal verschoben, einem Trip nach Malente, Barsinghausen, zur Klosterpforte in Harsewinkel oder sonst einem netten Quartier stünde zumindest organisatorisch nichts im Wege.

von Andreas Pahlmann und Pascal Mäkelburg

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