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Hansi Küpper: „Ich hätte nichts gegen ein deutsches Finale“

VfL Wolfsburg Hansi Küpper: „Ich hätte nichts gegen ein deutsches Finale“

Die Stimme von Hansi Küpper soll die VfL-Fans in dieser Europa-League-Saison möglichst lange begleiten. Der 53-Jährige kommentiert für den TV-Sender Kabel 1 die Spiele, ist morgen (21.05 Uhr) auch bei der Wolfsburger Auftakt-Partie beim FC Everton dabei. Über die Form, die Chancen im internationalen Geschäft und seine Verbindung zum VfL sprach er vorher mit WAZ-Sportredakteur Daniel Hotop.

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Freut sich auf die Europa-League-Saison: Kabel-1-Kommentator Hansi Küpper (l.) hält große Stücke auf den VfL (M. Maxi Arnold).

Quelle: Sebastian Bisch

WAZ : Welchen Eindruck macht der VfL vor seinem ersten Europa-League-Spiel auf Sie?
Küpper : Es läuft ehrlich gesagt noch nicht so gut, wie man es hatte erwarten können. Für mich wirkt der VfL momentan noch etwas kraftlos. Es steckt bedeutend mehr in der Mannschaft als sie bisher gezeigt hat.

WAZ : Kann da die Europa-League vielleicht eine Initialzündung werden?
Küpper : Es würde mich zumindest freuen, wenn das so ist. Auch Klaus Allofs hat es schon gesagt: Das ist ein besonderes Spiel an einem besonderen Ort. Wenn man da besteht und vielleicht ein Unentschieden mitnehmen kann, kann das auch einen Schub für die Liga geben.

WAZ : Welche Erwartungen haben Sie an Wolfsburg in Europa?
Küpper : Ich glaube, die Gruppenphase sollte der VfL schon überstehen, auch wenn er mit Everton und auch mit Lille zwei harte Konkurrenten hat. Danach muss man immer sehen. Aber wenn Allofs davon spricht, dass der Titel das Ziel sei, dann ist dem auch nicht zu widersprechen.

WAZ : Neben dem VfL berichten Sie für Kabel 1 auch von den Gladbacher Spielen. Wo sehen Sie die Borussia im Vergleich zum VfL?
Küpper : Ich finde Gladbach gegenüber dem VfL etwas frischer. Das 4:1 gegen Schalke war überragend. In Gladbach wird ähnlich wie in Wolfsburg gute Arbeit geleistet, es ist dank Spielern wie Traoré, Hazard und vor allem André Hahn eines der schnellsten Teams der Liga. Insgesamt denke ich aber, dass wir mit Wolfsburg und Gladbach zwei deutsche Teams haben, die das Zeug haben, in Europa etwas zu reißen.

WAZ : Gibt es ein Spiel, das Sie in dieser Europa-League-Saison gern kommentieren würden?
Küpper : Ich hätte natürlich nichts gegen ein rein deutsches Finale. Aber auch schon das Spiel jetzt am Donnerstag macht mich relativ glücklich. Ich stand schon drei, viermal vor dem Goodison Park von Everton, diesem geschichtsträchtigen Ort, der die meisten Liga-Spiele in England gesehen hat. Aber ich war halt noch nie drin. Somit ist das erste Mal mit 53 Jahren schon ein besonderer Moment für mich.

WAZ : Und was darf der VfL-Fan von Kabel 1 erwarten?
Küpper : Voraussichtlich drei Gruppenspiele live mit unserem bewährten Team, alle weiteren in unseren Highlights. Was er darüber hinaus erwarten kann, liegt nicht zuletzt an der Mannschaft.

WAZ : Ihre persönliche Verbindung zum VfL ist eine lange. Welche Erinnerungen haben Sie an 1997, als Sie vom 5:4 und dem Wolfsburger Bundesliga-Aufstieg berichtet haben?
Küpper : Es war damals sogar so, dass ich in relativ kurzer Folge von zwei historischen Momenten der Wolfsburger berichtet habe. Zum einen 1995 vom DFB-Pokal-Halbfinale in Köln, das ich noch mit Tom Bayer kommentiert habe. Dieses 1:0 war schon spektakulär und es hatte niemand erwartet. Zum anderen von diesem spektakulärem Sieg gegen Mainz. Ich hatte damals einen riesigen Respekt, weil ich eine 16-minütige Zusammenfassung liefern sollte, das war ein Riesenauftrag. Ich hatte damals große Angst vor einem langweiligen 0:0.

WAZ : Und dann?
Küpper : Dann war es ein bewegter Spielverlauf - neun Tore und auch noch Gelb-Rot. Da war es dann kein Problem, diese 16 Minuten zu füllen.

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