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Hans Sarpei weiß, wo der VfL landen wird

VfL Wolfsburg Hans Sarpei weiß, wo der VfL landen wird

Hans Sarpei und WAZ-Sportredakteur Andreas Pahlmann kennen sich seit zwölf Jahren. Auf das in Interviews übliche „Sie“ haben sie darum verzichtet – und über die neue Saison und Sarpeis Leben als Social-Media-Star ( https://www.facebook.com/HansSarpei) geplaudert...

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Wolfsburg, Leverkusen, Schalke: Die Bundesllga bestritt 190 Hans-Sarpei-Spiele - jetzt heißt es: "Das T steht für Coach"

WAZ : Hallo Hans, war gar nicht so einfach, dich zu erreichen – wir haben uns über Facebook zu diesem Gespräch verabreden müssen...
Sarpei : Ja, ich bin halt viel unterwegs für meine neue Sendung, die ab dem 17. November sonntags ab 18.30 Uhr auf Tele 5 ausgestrahlt wird.

WAZ : Die Sendung heißt „Hans Sarpei – Das T steht für Coach“ – was gibt es da zu sehen?
Sarpei : Ich mache Fußball-Senioren-Mannschaften in einer Woche für ein ganz besonderes Ligaspiel so fit, dass sie das Spiel bestenfalls gewinnen. Von der untersten Amateurliga bis zur Amateur-Oberliga – egal, ob Frauen- oder Männermannschaften.

WAZ : Würdest du auch den VfL Wolfsburg fit machen?
Sarpei : Hans Sarpei macht alles fit.

WAZ : Weil Hans Sarpei ja nicht tippt, sondern weiß, wie es ausgeht, verrat‘ doch mal, wo der VfL am Saisonende landet.
Sarpei : In der oberen Tabellenhälfte – und er wird um die internationalen Plätze mitspielen. In den letzten Jahren war es ja meistens so, dass der VfL in die Champions League wollte und am Ende froh war, wenn er nicht absteigen musste. Diesmal wird es etwas besser.

WAZ : Hast du noch Kontakt nach Wolfsburg?
Sarpei : Ist noch wer aus meiner Zeit da?

WAZ : Äh...
Sarpei : Pablo! Ja, mit Pablo Thiam habe ich noch Kontakt, und ich habe noch einen Freund, der in Wolfsburg wohnt, aber mit Fußball nicht viel zu tun hat.

WAZ : Viel Zeit hast du ja nicht als frischgebackener Familienvater...
Sarpei : Ja, meine Tochter ist jetzt drei Monate alt, da muss auch ein Hans Sarpei gucken, dass er seinen Schlaf bekommt.

WAZ : Hat sich die Sonne heute schon gehanssarpeit?
Sarpei : Ja, ich wohne ja jetzt wieder in Köln. Und wo ich bin, ist immer schönes Wetter.

WAZ : Du bist jetzt populärer als zu deiner Zeit als aktiver Fußballer – hast du dich deswegen schonmal weiß geärgert?
Sarpei : Nö, überhaupt nicht. Ich weiß ja, dass unter meinen Fans im Moment auch Leute sind, die mit Fußball gar nichts zu tun haben. Und so unbekannt war ich ja als Fußballer auch nicht...

WAZ : Aber du bist weder in Wolfsburg noch in Leverkusen oder Schalke als absoluter Leistungsträger aufgefallen. Heute kann man es ja ehrlich sagen: Wir haben uns ein bisschen gewundert, dass du erst in Leverkusen und dann auf Schalke Verträge bekommen hast...
Sarpei : Moment! Ich war Nationalspieler, ich habe zwei Weltmeisterschaften gespielt, die dazu in Deutschland und in Afrika stattgefunden haben, besser kann es ja gar nicht sein. Und ich habe in der Champions League gespielt. In Leverkusen hatte ich im ersten Jahr die meisten Pflichtspiele aller Profis im Kader. Und bei Schalke war ich in den großen, wichtigen Spielern immer dabei – zum Beispiel beim legendären 5:2 bei Inter Mailand. Ich würde sagen: Alles richtig gemacht.

WAZ : Hast du mittlerweile eine Erklärung dafür, warum du am Ende deiner Karriere zu diesem Social-Media-Phänomen geworden bist?
Sarpei : Das kann man nicht wirklich erklären, das kann man auch nicht nachmachen. Das hat sich halt über meine Fans so entwickelt, vor allem über die fantastischen Schalke-Fans. Und ich glaube, ich habe das dann ganz gut aufgenommen und was daraus gemacht. Zu den Sprüchen, die es über mich gab, kamen dann auch Sprüche von mir. Wahrscheinlich waren die ganz gut – und so hat es funktioniert.

WAZ : Achtung, jetzt kommt die langweilige Frage, die du schon oft gehört hast: Hast du einen Lieblingsspruch?
Sarpei : Oh, einige – besonders gut gefällt mir immer noch „Hans Sarpei – das L steht für Gefahr“. Auch gut: „Hans Sarpei kann Bälle umkippen“.

WAZ : Wirst du bis zu deiner Rente davon leben, „Social Media Star“ zu sein?
Sarpei : Ich weiß es nicht. Ich genieße es momentan einfach, dass ich viele Dinge machen kann, die mir Spaß machen und bei denen ich mir meine Zeit selbst einteilen kann. Die Zeit, in der mir jeden Tag ein Trainer gesagt hat, was ich machen soll, war lang genug.

apa

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