Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Gustavo: Darum spiele ich nicht in der Selecao

VfL Wolfsburg Gustavo: Darum spiele ich nicht in der Selecao

Quito/Wolfsburg. Mit 3:0 gewann die brasilianische Nationalmannschaft am vergangenen Donnerstag ihr wichtiges WM-Qualifikationsspiel in Ecuador. Casemiro von Real Madrid agierte im defensiven Mittelfeld, unterstützt vom etwas offensiveren Ex-Leverkusener Renato Augusto (jetzt bei Bejing Guan in China).

Voriger Artikel
1000-Tore-Tipp: Gomez Favorit für Jubiläumstreffer
Nächster Artikel
Gomez-Vertreter Henrique steckt noch im Nebel

Es bleibt vorerst bei 40 Länderspielen: VfLer Luiz Gustavo (l.) ist in Brasiliens Nationalmannschaft nicht erste Wahl.

Quelle: Imago

Auf der Bank hielt sich Rafael Carioca (früher Spartak Moskau, jetzt Mineiro) bereit. Für einen aber war in diesem Kader kein Platz: Luiz Gustavo.

Der neue Nationaltrainer Adenor „Tite“ Bachi, der im Juni nach verpatzter Copa America ins Amt kam, soll jetzt mit einer neu formierten Mannschaft die verkorkste WM-Qualifikation retten. Gustavo aber hat er vorerst ausgebootet.

Die Copa America hatte Gustavo im Sommer wegen der Sorgen im seinen Vater absagen müssen, vorher war er unter den Tite-Vorgängern Luiz Felipe Scolari und Carlos Dunga drei Jahre Stammspieler in der Selecao. Warum ist er jetzt nicht mehr dabei? „Es wird für mich schwer, in der Selecao zu spielen, weil wir uns hier nicht für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert haben“, so Gustavo. In Europa aktive Brasilianer, die nicht in der Champions League oder zumindest in der Europa League dabei sind, geraten in ihrer Heimat schnell aus dem Fokus. „Denn es gibt sehr viele gute brasilianische Spieler, und die Selecao ist im Moment auch wieder eine sehr gute Mannschaft.“

Eine gute Mannschaft, die sich allerdings strecken muss - trotz des Sieges in Ecuador liegt Brasilien in der WM-Quali auf Platz fünf, nur die ersten vier Teams qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft. Allerdings geht‘s in der Südamerika-Tabelle sehr eng zu, schon ein Sieg am Dienstag in Manaus gegen Kolumbien kann Brasilien (übrigens mit Ex-VfLer Fágner im Kader) nach oben katapultieren.

Ob Gustavo rechtzeitig zur WM in Russland wieder ein Thema für die Selecao wird, hängt von seiner Zukunft ab. Er braucht internationale Spiele - anderswo oder mit dem VfL. Ein Wechsel kam in diesem Sommer trotz Ausstiegsklausel nicht zustande, jetzt will der 29-Jährige wieder mit Wolfsburg nach Europa.

Wie realistisch ist das? „Ich glaube“, so Gustavo, „es ist noch zu früh, darüber etwas zu sagen. Aber wir haben Qualität in der Mannschaft.“ Wenn es nach dem Bundesliga-Auftaktsieg in Augsburg jetzt gegen Köln den nächsten Erfolg gibt, „wenn wir unsere Punkte holen, dann können wir das Gefühl entwickeln, dass wir viel erreichen können. Mit den Punkten kommt mehr Vertrauen - und wenn wir das haben, können wir wieder anfangen zu träumen.“ Von einer Rückkehr mit dem VfL in den internationalen Wettbewerb. Und von einem Comeback in der Selecao.

apa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell