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Guilavogui: Als Joker vom Platz geflogen

VfL Wolfsburg Guilavogui: Als Joker vom Platz geflogen

Zum ersten Mal beim VfL nicht in der Startelf und zum ersten Mal in der Fußball-Bundesliga vom Platz geflogen - auf diese Doppel-Premiere hätte Josuha Guilavogui liebend gern verzichtet.

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Gelb-Rot: Schiri Wolfgang Stark schickte Josuha Guilavogui vom Platz; Dieter Hecking beschwerte sich beim vierten Offiziellen Benjamin Brand.

Quelle: Neis /Eibner-Pressefoto

Nachdem der Mittelfeld-Neuzugang die ersten beiden Ligapartien und das Pokalspiel in Darmstadt komplett hatte machen dürfen, musste Guilavogui erstmals auf die Bank. In der 76. Minute aber kam der Franzose - und sah sieben Minuten später nach einem Foul an Hoffenheims Andreas Beck Gelb. Zu Recht. „Die Verwarnung war okay, ich treffe da den Ball und den Spieler“, meinte Guilavogui. Weniger einsichtig zeigte er sich beim Platzverweis. Ein vertretbarer Platzverweis. Der 23-Jährige dazu: „Ich muss in der Situation aggressiv sein, ich will den Spieler nicht verletzen, treffe den Ball, und der Spieler fängt an zu schreien. Die Entscheidung, mich vom Platz zu stellen, war zu hart.“

Hoffenheims Andreas Beck (l) hat den Ball vor Wolfsburgs Daniel Caligiuri erobert.

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Aber nicht nur das. „Es ist ärgerlich, weil wir kurz zuvor den Ausgleich erzielt hatten und meine Mannschaftskollegen dann zu zehnt weiterspielen mussten“, so der Mittelfeldspieler, der dem VfL am nächsten Sonntag gegen Leverkusen fehlen wird.

Die VfL-Verantwortlichen waren sauer auf Schiri Wolfgang Stark. Trainer Dieter Hecking: „Es war unnötig, da in der 94. Minute noch Gelb-Rot zu zeigen.“ Manager Klaus Allofs vermisste beim Schiri „das Fingerspitzengefühl“ und die Verhältnismäßigkeit. Allofs: „Natürlich ist das in der Szene Übereifer. Wenn ich schon Gelb habe, muss ich ein bisschen vorsichtiger hingehen.“ Aber: „Vorher geht Ricardo Rodriguez an Sebastian Rudy vorbei, der ein taktisches Foul macht. Aber dafür gab‘s kein Gelb.“

eh

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