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Gelb: Warum immer wieder Luiz?

VfL Wolfsburg Gelb: Warum immer wieder Luiz?

Der VfL spielt morgen (18.30 Uhr) beim Hamburger SV - ohne Luiz Gustavo. Der Abräumer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten sitzt als ligaweit als erster Spieler dieser Saison seine zweite Gelb-Sperre ab. Warum trifft es immer wieder ihn? Für Coach Dieter Hecking wird der Brasilianer unfair behandelt - und er kann ein aktuelles Beispiel nennen.

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Luiz Gustavo: Der VfLer brummt als erster Bundesliga-Spieler dieser Saison seine zweite Sperre ab.

Quelle: imago sportfotodienst

Beim 3:1 gegen Stuttgart am Samstag hatte Gustavo wegen eines vergleichsweise harmlosen Einsteigens seine zehnte Gelbe Karte gesehen. Der Münchner Thiago hingegen leistete sich im Pokalspiel am Mittwoch in Leverkusen einen Kung-Fu-Tritt auf Brusthöhe gegen Bayer-Stürmer Stefan Kießling - und sah auch Gelb, wo Rot richtig gewesen wäre. „Wenn ich die Szene nehme, frage ich mich schon, wie das bewertet wird“, sagt Hecking. „Mir fehlt da die Ausgewogenheit in der Bewertung von Foulspielen.“

Kein Geheimnis ist: Gustavo ist unter anderem deshalb für den VfL so wichtig, weil er keinem Zweikampf aus dem Weg geht und auch mal ein taktisches Foul zieht, wenn es notwendig ist - ein echter Abräumer eben. Auch deshalb liegt er im Bereich der Gelb-Quoten, wie sie bisher beim VfL nur Kevin Hofland oder Stefan Schnoor erreicht hatten.

„Ja, Luiz spielt kompromisslos, er geht auch mal hart in einen Zweikampf hinein. Das gehört zu seinem Spiel dazu“, erklärt Wolfsburgs Coach. „Aber von den zehn Gelben Karten waren drei oder vier nicht gerechtfertigt. Das ist meine Einschätzung.“

Für Samstag braucht Hecking nun einen Ersatz-Luiz. Die drei Kandidaten für die zwei Plätze auf der Doppel-Sechs heißen Josuha Guilavogui, Maxi Arnold und Christian Träsch. „Alle drei sind in der Lage, Gustavo adäquat zu ersetzen, und haben gezeigt, dass auf sie 100 Prozent Verlass ist“, sagt der VfL-Trainer. Träsch durfte bereits beim 1:0 im Pokal am Dienstag gegen Freiburg von Beginn an ran, dürfte gesetzt sein. Neben ihm wird wohl Guilavogui beginnen, der zuletzt mehr Spielpraxis hatte als Arnold.

tik

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