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Fußball spielte nur der VfL

VfL Wolfsburg Fußball spielte nur der VfL

Als das zweite Tor fiel, sah es endgültig so aus, als würden die beiden Mannschaften da unten auf dem Rasen in Hamburg zwei verschiedene Sportarten betreiben. Die eine Mannschaft, der VfL Wolfsburg, spielte Fußball und gewann durch Tore von Josuha Guilavogui und Daniel Caligiuri mit 2:0 (1:0). Die andere Mannschaft war der HSV.

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Frühe Führung: Josuha Guilavogui (r.) hat den Ball durch die Beine von René Adler eingeschoben.

Quelle: Sky

Nur zehn Minuten lang sah die Partie am Samstag so aus, wie ein Fußball-Bundesliga-Spiel eigentlich auszusehen hat. Der Abstiegskandidat kämpfte, der designierte Vizemeister bemühte sich um Spielkontrolle. Dann schoss Wolfsburg nach einem grotesken Hamburger Fehler ein Tor, und die meisten der 57.000 Zuschauer hätten getrost nach Hause gehen können.

Denn geschockt von dem schnellen Rückstand, fand Hamburg nicht mehr ins Spiel zurück, nicht einmal annähernd. Hamburgs Ex-VfLer Ivica Olic war dabei durchaus die 200.000 Euro Extra-Ablöse wert, die jetzt für ihn fließen - sein Einsatzwille war allerdings in den Reihen seiner Kollegen eine eher singuläre Erscheinung.

Und weil die Wolfsburger auch nicht so richtig viel Lust auf ein zweites Tor zu haben schienen, war es kein besonders unterhaltsames Spiel, der Reiz lag vielmehr in der Erkenntnis, dass der HSV im Grunde schon jetzt kein Erstligist mehr ist. Sondern nur noch aus Versehen in der 1. Liga spielt.

Hamburger Torschüsse nach der Pause: null.

Während HSV-Trainerdarsteller Peter Knäbel am Spielfeldrand umhertigerte, als hätte ihm jemand gesagt, so müsse man das machen, hielt das Spiel noch eine Pointe bereit. Nämlich ein fantastisches Tor: Caligiuri, Kevin De Bruyne, Bas Dost, Caligiuri, Tor. Doppelpass, durchgelaufen, angespielt, abgelegt, Tor leer - zack-zack-zack-zack. Und es ist zu befürchten, dass die HSVer mehrere Fernsehzeitlupen gebraucht haben, um diesen Treffer zu begreifen. Wenn überhaupt.

Beim VfL glänzte Dost mit zwei starken Torvorlagen. Und sonst? Wolfsburg war cool, souverän aber quasi nicht zu bewerten, weil heillos unterfordert. Am Donnerstag geht‘s in der Europa League gegen den SSC Neapel. Dann ist wieder richtiger Fußball dran.

apa

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