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Für den VfL soll‘s ein normales Spiel werden

VfL Wolfsburg Für den VfL soll‘s ein normales Spiel werden

Ein besonderes Spiel? Der VfL tritt morgen (15.30 Uhr) zum Derby bei Eintracht Braunschweig an, ein Duell mit ganz speziellen Vorzeichen. Und doch versuchen Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs, die Partie beim Nachbarn zu einem ganz normalen Fußball-Bundesliga-Spiel runterzureden. Und das aus gutem Grund.

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Nur nicht überdrehen: VfL-Manager Klaus Allofs (l.) und Trainer Dieter Hecking (r.) wollen das Derby morgen in Braunschweig wie ein normales Spiel angehen.

Quelle: Roland Hermstein

Man dürfe, so Hecking, nicht den Fehler machen, „etwas Besonderes zu erwarten“. Und die Mannschaft, so pflichtet ihm Allofs bei, „weiß, dass sie das Spiel so normal wie möglich angehen muss“. Deswegen erfolgt auch schon heute - wie bei jedem Auswärtsspiel - die Anreise in die Stadt des Gegners.

Aber ist wirklich alles normal? In diesem Spiel schwingt so viel mit: Die Hinrunden-Blamage des VfL, als er 0:2 gegen Braunschweig verlor. Die Fans beider Vereine, die wahrscheinlich in ihrem engsten Umfeld mindestens einen Anhänger der anderen Seite haben. Die Tabellensituation, die schon allein für Druck sorgt: Der VfL muss gewinnen, um nicht aus den Europa-Rängen zu fallen; die Eintracht braucht Punkte für die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Hat der VfL als Favorit dabei mehr zu verlieren als Braunschweig? Nein, meint Hecking: „haben wir nicht. Denn Eintracht kann absteigen, wir nicht.“ Und in der Bundesliga zu spielen, sei immer noch das Größte, so gesehen gehe es für Braunschweig sogar um mehr als für den VfL.

Das Hinspiel sei schon „ein Stachel gewesen“, so Hecking weiter. Jetzt müsse das Team „die Chance am Samstag nutzen, den Stachel wieder rauszuziehen.“ Ansonsten solle man auf diesem 0:2 nicht mehr rumreiten, denn sonst bekämen die VfLer vielleicht doch „Angst, vielleicht doch nicht das Ergebnis zu erzielen, das wir gerne hätten.“ Die Botschaft ist klar: Je normaler das Spiel angegangen wird, desto eher setzt sich die höhere Qualität durch. Und die hat der VfL.

Wenn‘s mit einem Wolfsburger Sieg klappt, war‘s womöglich tatsächlich nur ein „normales Spiel“. Wenn‘s schiefgeht, stehen beim VfL vier Niederlagen in vier Niedersachsen-Duellen der Bundesliga zu Buche. Und das wäre nicht normal.

apa

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