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Friedlicher Fan-Protest beim VfL-Training

VfL Wolfsburg Friedlicher Fan-Protest beim VfL-Training

Wolfsburg. „Wir haben die Schnauze voll“ - das hatten die VfL-Fans schon beim 0:1 gegen RB Leipzig gesungen. Nach dem peinlichen 1:3 des Wolfsburger Fußball-Bundesligist bei Darmstadt 98 trommelten sie sich in sozialen Netzwerken zusammen, um den VfL-Profis einen Besuch am Trainingsplatz abzustatten.

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Rund 100 Fans kamen am Sonntagmorgen und hängten Spruchbänder am Zaun auf. „Kämpfen, Wolfsburg!“ Und: „Für Wolfsburg zu spielen bedeutet mehr als nur Millionen zu kassieren!“ Zudem gab‘s noch „Mit Kampf und Leidenschaft raus aus der Krise!“ zu sehen. Es war ein stiller Protest. Um 10.15 Uhr marschierten die enttäuschten Fans auf und rollten rund um das Trainingsgelände Plakate aus.

Klare Botschaften, die zunächst jedoch nur einen kleinen Teil der Mannschaft erreichten, denn: Auf dem Platz befanden sich nur Spieler, die am Samstag gar nicht oder nur kurz zum Einsatz kamen. Darunter jedoch auch Rot-Sünder Jeffrey Bruma.

Der VfL war übrigens vorbereitet, Mitarbeiter des Klubs wurden am späten Samstagabend von Anhängern darüber informiert, dass es diese Aktion geben wird. „Ich sehe das positiv, das ist für mich konstruktive Kritik. Als Spieler würde mich das motivieren und ich würde es so interpretieren, dass die Fans zwar unzufrieden sind, jedoch weiter hinter uns stehen“, sagte VfL-Interimstrainer Valérien Ismaël. „Die Fans sind unzufrieden. Wir wissen, dass sie uns damit pushen wollen“, fügte Mittelfeldspieler Luiz Gustavo hinzu.

Nach der Einheit war Kapitän Diego Benaglio, der am Samstag nicht zum Einsatz kam, der Einzige, der zu den Fans an den Zaun marschierte und sich mit ihnen unterhielt. Dafür wurde er mit Applaus verabschiedet. Aber: Warum ging nur Benaglio hin? Auf WAZ-Nachfrage hieß es vom Klub: Die Fans hätten bereits im Vorhinein mitgeteilt, mit keinem Spieler sprechen zu wollen, sie wollten einzig ihre Unzufriedenheit zeigen.

eh

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