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Fotobuch war Prämie für den ersten großen Aufstieg

WAZ-Serie Fotobuch war Prämie für den ersten großen Aufstieg

Ein bisschen ging es damals, 1954, auch schon ums Geld. Zwischen 60 und 100 Mark gab‘s monatlich für die Fußballer des VfL Wolfsburg, die um den Aufstieg in die Oberliga spielten, dazu eine Einsatzprämie, „Aktivitätszulage“ genannt – und kleine Siegprämien. Eine ganz besondere Prämie bekam jeder Spieler, als der Aufstieg geschafft war: Ein Fotobuch mit Erinnerung an eine besondere Saison.

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Der große Triumph: Wolfsburg feiert 1954 den Oberliga-Aufstieg und die VfL-Helden.

Eines dieser Fotobücher wird in der neuen FußballWelt des VfL zu sehen sein, dazu eine digitale Version, in der man blättern kann – und die einen auf die Zeitreise schickt zum ersten riesengroßen Erfolg der Wolfsburger Fußballer. Der Gegner im entscheidenden Spiel um den Aufstieg hieß am Pfingstsonntag 1954 Heider SV, das entscheidende VfL-Tor beim 2:1-Sieg schoss – ausgerechnet – Alfred Heider. „Ich habe den Ball gar nicht richtig getroffen“, erinnerte er sich in einem seiner letzten Interviews vor seinem Tod im vergangenen Dezember.

1946 hatte der VfL in der Kreisklasse Gifhorn den Spielbetrieb aufgenommen und begann 1947 seinen Durchmarsch. Aufstieg in die Bezirksklasse, Aufstieg in die Landesliga, Qualifikation für die neue Amateur-Oberliga – jedes Jahr ging es eine Klasse höher. Von 1951 bis 1953 scheiterte der VfL dann dreimal (!) in Folge in der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord, der damals höchsten Spielklasse, ehe 1954 der große Wurf gelang – Wolfsburg brauchte den Sieg gegen Heide, um im Fernduell mit dem ATSV Bremen 1860 (drei Jahre zuvor erster deutscher Amateurfußball-Meister) vorn zu bleiben.

Der Trainer der 54er Aufstiegsmannschaft gehört zu den schillerndsten Figuren der Wolfsburger Sportgeschichte: Ludwig „Pippin“ Lachner. Der Bayer, von Beruf Bänker, war Nationalspieler und für 1860 München aktiv, ehe es ihn aus beruflichen Gründen nach Braunschweig verschlug, wo er für die Eintracht spielte, ehe er beim MTV seine Trainer-Karriere begann, die ihn erst nach Hildesheim und dann nach Wolfsburg führte.

  • Bei seinem Heimatverein FT München-Gern wird die Erinnerung an Lachner hochgehalten, denn nach ihm schaffte nur noch ein Spross des Klubs den Sprung ins Nationalteam: WM-Kapitän Philipp Lahm.

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apa

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