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Feuerwehrmann Labbadia: Allofs‘ letzte Chance?

Bundesliga: VfL Wolfsburg Feuerwehrmann Labbadia: Allofs‘ letzte Chance?

Behutsam und ohne unnötig viele direkte Kontaktaufnahmen hat der VfL in den letzten Wochen den Trainermarkt sondiert. Ergebnis: Ein Top-Coach, der ideal zum Wolfsburger Fußball-Bundesligisten passt, steht aktuell nicht zur Verfügung.

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Bruno Labbadia zum VfL Wolfsburg? Die Hinweise verdichten sich.

Quelle: imago sportfotodienst

Wolfsburg/Hamburg. Von Paolo Sousa über Lucien Favre bis André Villas-Boas: Stets gab‘s das Signal, dass sich eine direkte Anfrage eher nicht lohnt. Und weil sich die akute Problemlage nach dem 1:2 gegen Leverkusen noch verschärft hat, wird jetzt umgedacht: Statt einer „großen“ Lösung soll ein Feuerwehrmann her. Seit die WAZ am Dienstag enthüllte, dass Bruno Labbadia der Mann für diese Aufgabe sein kann, führen immer mehr Spuren in Richtung des Ex-HSV-Trainers.

Dass Labbadia schon am Samstag beim Spiel in Freiburg auf der Bank sitzt, wurde VfL-intern zwischenzeitlich nicht ausgeschlossen, ist jedoch unwahrscheinlich. Ob der 50-Jährige und der VW-Klub bis dahin eine Einigung erzielen, ist offen. Im VW-dominierten Aufsichtsrat hatte es ebenso wie in der VfL-Geschäftsführung zunächst Bedenken gegen den Ex-Stürmer gegeben – er sei Dieter Hecking zu ähnlich. Mittlerweile überstrahlt Labbadias Erfahrung im Abstiegskampf aber offenbar alle anderen Argumente. Fraglich ist allerdings, ob er in Wolfsburg einen Vertrag bekommen soll, der über das Saisonende hinausgeht.

Die anstehende Trainer-Entscheidung – ob für Labbadia oder nicht – wird für einen besonders wichtig: Klaus Allofs. Nach WAZ-Infos gibt es aktuell im Aufsichtsrat keine Tendenzen, nach denen am Job des Wolfsburger Managers gerüttelt wird. Aber: Seine Reputation ist angekratzt, seine Arbeit steht aus nachvollziehbaren Gründen auf dem Prüfstand: Der Kader ist nicht gut zusammengestellt, das Problem mit dem wechselwilligen Julian Draxler ist nicht gelöst, die Entfremdung von den eigenen Anhängern wächst, immer mehr Medien schießen sich bei der Analyse der Wolfsburg-Krise (Süddeutsche: „Allofs wiederholt die Fehler aus Bremen“, ntv.de: „Die Wolfsburger Krise heißt Klaus Allofs“) auf Allofs ein. Einen Trainer-Fehlgriff kann er sich nicht leisten – egal, ob er sich für einen Feuerwehrmann oder eine langfristige Lösung entscheidet.

WAZ-Info: Bruno Labbadia

  • Geboren: am  8. Februar 1966 in Darmstadt
  • Profi: bei Darmstadt 98, Hamburger SV, 1. FC Kaiserslautern, Bayern München, 1. FC Köln, Werder Bremen, Arminia Bielefeld, Karlsruher SC   
  • Trainer: bei Darmstadt 98, SpVgg Greuther Fürth,  Bayer Leverkusen, Hamburger SV, VfB Stuttgart, erneut Hamburger SV
  • Privat: Labbadias Eltern kamen 1956 aus der italienischen Provinz Latium (gut 100 Kilometer südlich von Rom) nach Deutschland, seit seinem 18. Lebensjahr ist Bruno Labbadia deutscher Staatsbürger.
  • Parallel zu seiner Fußball-Karriere machte er eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann

apa/eh

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