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Fehlstart? „Man baut Druck auf, wo kein Druck da ist“

VfL Wolfsburg Fehlstart? „Man baut Druck auf, wo kein Druck da ist“

Es ist eine Einerseits-Andererseits-Geschichte. Einerseits hat der VfL Wolfsburg aus den ersten beiden Saisonspielen der Fußball-Bundesliga nur einen Punkt geholt und muss morgen (15.30 Uhr) bei 1899 Hoffenheim etwas mitnehmen, um einen satten Fehlstart zu vermeiden. Andererseits steht erst der dritte Spieltag an - das ist für Krisengerede eigentlich viel zu früh.

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Enttäuschte VfL-Gesicher: Für den VfL (l. Joshua Guilavogui, r. Junior Malanda) gab‘s aus den ersten beiden Spielen nur einen Punkt; von einer Angst vor einem Fehlstart will Trainer Dieter Hecking (M.) aber nichts wissen.

Quelle: imago sportfotodienst

So sieht‘s jedenfalls der Trainer. „Man liest ja einiges“, so Dieter Hecking und spielte auf den Titel des aktuellen „Kicker“ an, auf dem unter der Überschrift „Vier Klubs, eine Sorge“ der HSV, Schalke, Stuttgart und Wolfsburg als potentielle Fehlstart-Krisenklubs ausgemacht werden. „Man baut Druck auf, wo kein Druck da ist“, so Hecking angesäuert. Und: „Wer sagt denn, dass wir in Hoffenheim nicht gewinnen?! Wenn‘s klappt, ist hier wieder Euphorie, oder was?!“ Diesem Hin und Her könne er „nichts abgewinnen“.

Allerdings: Der kritische Blick auf den VfL kommt nicht von ungefähr, immerhin ist nach dem fünften Platz in der Vorsaison auch intern die Anspruchshaltung gestiegen. Wolfsburg will sich in diesem Jahr in der Spitze der Liga etablieren - und wird vom ersten Spieltag an an dieser Vorgabe gemessen. Manche schießen bei der Beurteilung allerdings auch übers Ziel hinaus. Wie etwa Ex-Torwart Uli Stein, der als Kicker-Kolumnist die VfL-Leistung gegen Frankfurt „dürftig“ fand, „spielerisch ein Armutszeugnis“. Es könne „sich da was zusammenbrauen“, vor allem, weil mit Everton und Leverkusen gleich noch zwei Hammer-Aufgaben warten.

Der VfL selbst schätzt die bisherigen Leistungen anders ein. „Statt einem Punkt hätten es leicht mindestens vier Punkte sein können“, so Manager Klaus Allofs. Es bringe nichts, jetzt ängstlich „hier an den Fingernägeln zu kauen und verrückt zu spielen“. Denn: „Wir haben eine gute Mannschaft und werden eine gute Saison spielen.“ Hilfreich wäre es allerdings, wenn der VfL morgen damit startet. Es muss dann ja niemand gleich in Euphorie ausbrechen.

apa

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