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Es war nur eine Auswechslung

VfL Wolfsburg Es war nur eine Auswechslung

Weil Diegos Zukunft beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg ungeklärt ist, steht er mehr und mehr unter Beobachtung. Und aus der Mücke eines mürrischen Gesichtsausdrucks wird schnell der Elefant eines angeblichen Grundsatzproblems...

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Der Trainer und sein Spielmacher: Die Zukunft von Diego (r.) ist für Dieter Hecking „kein Reizthema“.

Als Diego am Samstag gegen Stuttgart nach 70 Minuten ausgewechselt worden war, wirkte er missmutig. Der Umarmung von Co-Trainer Dirk Bremser konnte er nicht ausweichen, und den Handschlag von Coach Dieter Hecking nahm der Brasilianer erst im letzten Moment und ohne Blickkontakt an. Mehr ist nicht passiert. Die Sonntags-Schlagzeilen dazu lauteten unter anderem „Beinahe-Eklat um Diego“ oder „Zoff um Diego trübt Stimmung in Wolfsburg“.

Dabei war es nur eine Auswechslung, eine verständliche dazu. „Wir wissen, wie gern Diego Fußball spielt. Aber ich hatte das Gefühl, dass sein Akku nach der Verletzung leer war. Ich fand seinen Abgang normal. Gute Spieler wollen selten ausgewechselt werden“, sagte Hecking. Auch Diego selbst goss kein Öl ins vermeintliche Feuer: „Es war nicht das erste Mal, dass ich ausgewechselt wurde, und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Für mich ist es kein Problem. Ich hätte Luft für 90 Minuten gehabt, aber der Trainer entscheidet, was das Beste ist.“

Auch der VfB Stuttgart hat die beeindruckende Erfolgsserie des VfL Wolfsburg nicht stoppen können. Mit dem 3:1 (1:0) untermauerten die Niedersachsen ihre Europapokal-Ambitionen in der Fußball-Bundesliga.

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Doch es ist eben Diego. Und darum hörten alle ganz genau hin, als Manager Klaus Allofs dessen Reaktion nach der Auswechslung zum Anlass nahm, um allgemeine Prinzipien des Mannschaftssports zu formulieren: „Sowas kann ich nicht verstehen. Auswechslungen sind normal. Hier ist jeder die Nummer 23 im Kader - nicht mehr und nicht weniger.“

Und was ist jetzt mit Diegos Vertragssituation? Hecking: „Er weiß Bescheid, wie der Fahrplan ist. Es gab noch einmal ein Gespräch. Für ihn und für uns ist das kein Reizthema.“

rs/eh

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