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„Es ist ärgerlich und frustrierend“

VfL Wolfsburg „Es ist ärgerlich und frustrierend“

In Aarau in der Schweiz hatte der verletzte VfL-Torwart Diego Benaglio (knöcherner Ausriss im Mittelfinger) am Wochenende noch einen Hand-Spezialisten aufgesucht, gestern Abend kehrte der Kapitän des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zurück. WAZ-Sportredakteur Andreas Pahlmann sprach anschließend mit dem 30-Jährigen über seine Verletzung.

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Knöcherner Ausriss im Mittelfinger der linken Hand: Torwart Diego Benaglio wird dem VfL Wolfsburg noch mehrere Spiele fehlen - aber er hofft auf eine schnelle Heilung.

WAZ: Ganz einfache Frage zunächst: Wie geht‘s?

Benaglio: Grundsätzlich gut - bis auf den Finger.

WAZ: Wie sehr tut‘s weh?

Benaglio: Es ist schon noch ziemlich schmerzhaft, aber ich merke auch, dass es langsam besser wird.

WAZ: Wie ärgerlich ist so eine Verletzung kurz vorm Saison-Endspurt?

Benaglio: Es ist schon verdammt ärgerlich und frustrierend, wenn man eine Nachkontrolle machen lässt und dann dieses Ergebnis bekommt. Ich hatte mich vom Kopf her ja in der vergangenen Woche darauf eingestellt, bald wieder spielen zu können.

WAZ: Wie sehr behindert Sie die Verletzung auch im Alltag? Mit der Schiene können Sie ja wahrscheinlich nicht einmal einfach so in die Jackentasche greifen...

Benaglio: Es ist ein kleines Glück im Unglück, dass es die linke Hand ist, ich bin Rechtshänder. Aber es stimmt schon, man denkt vielleicht, es ist nur ein Finger, aber allein wegen der Schiene ist man schon beeinträchtigt.

WAZ: Ihre Verletzung gilt als durchaus risikoreich - Schonung ist erst mal Pflicht...

Benaglio: Bei einem knöchernen Ausriss kann durch zu frühe Belastung oder durch einen Schlag das Knochenstückchen ganz rausreißen - und dann reden wir über eine OP und sechs bis acht Wochen Pause.

WAZ: Wie viel Pause wird‘s jetzt? Der Trainer hofft aufs Freiburg-Spiel in drei Wochen...

Benaglio: Man muss die Sache schon mit einer gewissen Vorsicht angehen, aber ein bisschen hoffe ich schon, dass es etwas schneller geht. Ich kann ja trainieren wie ein Feldspieler. (lacht) Meiner Fitness tut das vielleicht sogar eher gut. Und wenn ich wieder Bälle fangen kann, brauche ich hoffentlich nur zwei oder drei Tage bis zum Spiel.

WAZ: Aber wenn‘s Komplikationen gibt, könnte sogar die Saison vorbei sein...

Benaglio: Ich bin ein positiver Mensch, solche Sorgen mache ich mir nicht. Je nach Heilungsverlauf gibt‘s demnächst die nächste Nachuntersuchung und dann bekomme ich hoffentlich grünes Licht.

WAZ: Wie haben Sie das Spiel am Samstag in Dortmund und Ihren Vertreter Max Grün gesehen?

Benaglio: Ich habe mitgelitten. Das ist schlimmer, als selbst zu spielen. Max bringt genügend Erfahrung für diese Situation mit. Ich weiß, dass man sich auf ihn verlassen kann, er bringt in jedem Training 110 Prozent. In Dortmund ist es vielleicht etwas unglücklich für ihn gelaufen, aber das wird ihn nicht aus der Bahn werfen. Ich bin mir sicher, dass er mich gut vertreten wird.

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