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„Es geht erstmal darum, Kontinuität reinzubringen“

WAZ-Interview „Es geht erstmal darum, Kontinuität reinzubringen“

Nach der Derby-Blamage war viel Kritik auf den VfL eingeprasselt. Nun, nach dem Sieg in Augsburg, kann er in der Tabelle wieder nach oben schauen. Wo steht der Wolfsburger Fußball-Bundesligist? Im Gespräch mit WAZ-Sportredakteur Robert Schreier ordnete Trainer Dieter Hecking die Lage ein.

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Dieter Hecking

WAZ: Herr Hecking, sind Sie mit dem Engagement zufrieden, das Ihre Mannschaft in Augsburg gezeigt hat?

Hecking: Ich kann nicht nachvollziehen, warum Engagement unser Problem sein soll. Ich kann Unmut verstehen. Aber dass man nach der Derby-Niederlage von Leidenschaftslosigkeit redet, halte ich für einen Reflex. Diese Vorwürfe kann ich so nicht stehen lassen. Richtig ist, dass wir ein sehr, sehr wichtiges Spiel verloren haben - aber es war nicht alles schlecht, was wir uns vorher aufgebaut hatten. Diese Denkweise akzeptiere ich nicht. Rückschläge gehören auch dazu, wenn man sich als VfL Wolfsburg neu ausrichten will.

WAZ: In Augsburg erinnerte die Anfangsphase an die Leistung aus dem Derby...

Hecking: Da sind wir so sehr unter Druck geraten, wie noch nie in dieser Saison. Wir hatten das Quäntchen Glück und einen überragenden Torwart, der uns im Spiel gehalten hat. Aber die Mannschaft hat sich aus der Situation befreit. Wir haben durch zwei, drei Spieler Ruhe reinbekommen.

WAZ: Welche Spieler waren das?

Hecking: Luiz Gustavo hat gezeigt, weswegen wir ihn geholt haben. Nach dem Derby war er sehr selbstkritisch, meinte in unserer Besprechung, dass es auch deshalb nicht gut gelaufen sei, weil er selbst schlecht gespielt hat. Ich habe gespürt, dass er es wieder gutmachen wollte. Und Diego war in seiner freien Halbfeld-Rolle für den Gegner nicht zu greifen. Von ihm ging sehr viel Ballsicherheit aus. Das sind die Spieler, die man mehr in die Pflicht nimmt.

WAZ: Kann dieser Sieg eine Initialzündung zu einer Erfolgsserie gewesen sein?

Hecking: Ich bin weit davon entfernt, vom Start einer Serie zu sprechen. Wir sind im Umbruch. Es geht erstmal darum, Kontinuität in diese Mannschaft zu bringen. Sie wird von Verletzungen geschüttelt und versucht sich zu finden. In Augsburg hat sie jetzt eine Bewährungsprobe gemeistert. Aber deshalb träumen wir nicht von einer Serie oder von Europa.

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