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Es fing doch alles so gut an...

VfL Wolfsburg Es fing doch alles so gut an...

Was für ein Spiel! Was für ein Ergebnis! Was für ein paradoxer Wahnsinn! Keine Bundesliga-Mannschaft hat in dieser Saison den FC Bayern so sehr geärgert wie der VfL am Samstag - und trotzdem kassierten die Wolfsburger mit 1:6 (1:1) eine der höchsten Niederlagen ihrer Profifußball-Geschichte. Naldo traf für den VfL, Xherdan Shaqiri, Thomas Müller (2), Mario Mandzukic (2) und Franck Ribery waren für den FCB erfolgreich.

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Und wieder gab‘s Wolfsburger Frust: Der VfL (r. Bas Dost) verlor am Samstag gegen die Bayern mit 1:6.

Quelle: dpa

Gut, dass die VW-Arena ausverkauft war - so können wenigstens 30.000 Menschen bezeugen, dass das Ergebnis die Geschichte dieses Spiels nicht einmal ansatzweise widerspiegelt. Denn schnell war klar geworden, was der VfL gegen die beste Bundesliga-Mannschaft aller Zeiten vorhat: Unter Bedrängnis spielte FCB-Torwart Manuel Neuer nach 50 Sekunden schon das erste Mal nach einem Rückpass den Ball ins Aus. Und diese Szene war das Muster für 60 extrem aufregende Minuten.

Viele Gegner versuchen gegen Bayern, in bestimmten Zonen des Spielfeldes alle Passwege zuzulaufen. Der VfL machte das auch, aber auf dem gesamten Spielfeld - wenn es sein musste, auch in Neuers Fünf(!)meterraum. Und dieses läuferisch überragende De-Luxe-Pressing war intelligent und effizient, die Bayern schafften es nicht, ihre Weltklasse-Offensive wie gewohnt ins Spiel zu bringen.

Bundesliga: Der VfL verliert 1:6 gegen den FC Bayern.

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Das 1:0 war Lohn für diese Taktik, für den Ausgleich brauchten die Bayern eine Ecke. Unmittelbar nach der Pause drängte der VfL aufs 2:1, aber dann kam alles anders: Als den Wolfsburgern nach einer Stunde die ersten paar Prozent Laufleistung plötzlich fehlten und der FCB zwei neue Superstars aufs Feld schickte, ging‘s dahin - und die Bayern schossen sich den aufgestauten Frust über das „ekelige Pressing“ (Doppel-Torschütze Müller) der Wolfsburger förmlich von der Seele.

Und so stand am Ende ein 1:6, dabei hatte alles so gut angefangen. Vielleicht ist es ein kleiner Trost: Eine DVD von diesem Spiel dürfte für alle folgenden Bayern-Gegner in der Liga und in der Champions-League zum Pflichtprogramm gehören.

apa

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