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Erst Stolper-Fußball, dann Drei-Tore-Party

VfL Wolfsburg Erst Stolper-Fußball, dann Drei-Tore-Party

Dass der VfL ein Heimspiel gegen Mainz gewinnt, ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Extrem ungewöhnlich aber war die Art und Weise, wie das 3:0 (0:0) am Samstag zustande kam. Denn sehr, sehr selten nur haben die Wolfsburger in der Fußball-Bundesliga zwei so verschiedene Halbzeiten gezeigt wie in diesem Spiel. Ricardo Rodriguez (Elfmeter), Bas Dost und Luiz Gustavo trafen in einem zweiten Durchgang, der mit dem ersten nicht viel zu tun hatte.

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Erster Sieg im VfL-Trikot: Kevin De Bruyne (r.) und die Wolfsburger besiegten Mainz mit 3:0.

Angesichts des am Ende klaren Sieges ist es nicht leicht in Worte zu fassen, was die 23.600 Zuschauer vor der Pause zu sehen bekamen. Der VfL stolperte sich zu einem Plus an Ballbesitz, ohne sichtbare Torerzielungs-Absicht. Mainz machte mit drei defensiv denkenden Mittelfeldspielern geschickt früh die Räume dicht, leistete sich den Luxus einer Zwei-Stürmer-Taktik und hatte zwei richtig gute Chancen, bei denen der VfL Glück brauchte. Das war‘s.

Nach dem Seitenwechsel aber wirkte beim VfL alles ein paar Prozent dynamischer, schon aus den Halbpositionen suchten Maxi Arnold, Kevin De Bruyne und Co. gegen tief stehende Mainzer Außenverteidiger den Weg Richtung Strafraum. Als dann ein pfiffiger Pass von Ivan Perisic und ein beherzter Einsatz von Dost zum Elfmeter vor dem 1:0 führten, gesellten sich zum erhöhten VfL-Engagement auch noch erhöhtes VfL-Selbstbewusstsein und eine tolle Unterstützung von den Rängen –  Mainz war bei der Wolfsburger Drei-Tore-Party plötzlich komplett chancenlos.

Der 1. FSV Mainz 05 hat die erste Rückrunden-Niederlage kassiert und den Sprung auf einen Europapokal-Platz verpasst. Das Team von Trainer Thomas Tuchel unterlag 3:0 (0:0) beim VfL Wolfsburg und verlor nach fünf Partien ohne Niederlage erstmals wieder ein Spiel in der Bundesliga.

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In dieser Phase zeigte Dost (beim 2:0), dass er doch ein extrem abgezockter Torjäger sein kann. De Bruyne zeigte, dass er neben einer herausragenden Technik auch die Fähigkeit hat,  ein Spiel zu lenken. Ivica Olic zeigte, dass er auch als Joker wertvoll ist. Und Vorlagengeber Robin Knoche zeigte zusammen mit Torschütze Gustavo beim 3:0, dass der VfL seine Gefährlichkeit bei Standards noch nicht ganz verloren hat.

Und so setzte sich am Ende die Qualität des VfL gegen eine ziemlich clevere Mainzer Taktik verdient durch – weil die Wolfsburger nach der Pause zielstrebiger Richtung Tor spielten als in allen fünf Rückrunden-Halbzeiten zuvor.

apa

Hier gibt's die Tore des Spiels
nochmal zum Anhören -
bereitgestellt von Sport1.fm
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 Das 1:0 von Ricardo Rodriguez
Rodriguez 447,25 kB
 Das 2:0 von Bas Dost
Dost 461,88 kB
 Das 3:0 von Luiz Gustavo
Gustavo 449,13 kB
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Stark gemacht: Bas Dost lässt Gegenspieler Junior Diaz ins Leere laufen (l.), zieht ab (M.) und trifft zum 2:0.

Er ist launisch, ein bisschen eigenwillig, sehr ehrlich – und vor allem endlich wieder richtig torgefährlich! Das Spiel gegen Mainz war für Bas Dost wie eine Befreiung. Doch nicht etwa über seine gute Leistung und das Tor freute sich der Stürmer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, sondern darüber, dass er überhaupt mal wieder gespielt hat.

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