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Eine neue Konkurrenz

VfL Wolfsburg Eine neue Konkurrenz

Mit der Verpflichtung von Luiz Gustavo war klar, dass Trainer Dieter Hecking einem seiner Profis vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 sagen muss: Du spielst nicht! Es traf Jan Polak, bislang eine feste Größe im Mittelfeld des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten.

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Ungewohnte Rolle: Jan Polak (r.) kam gegen Schalke von der Bank. In der Startelf stand für ihn Neuzugang Luiz Gustavo (M.).

Quelle: Roland Hermstein

Am Samstagvormittag hatte sich Hecking den Tschechen zur Seite genommen und ihm seine Entscheidung mitgeteilt. „Ich wollte die offensive Lösung haben, es war eine Bauchentscheidung“, begründete Hecking, warum er sich für die Variante mit Ja-Cheol Koo als Nebenmann von Luiz Gustavo entschied. Der Trainer weiter: „Ich denke, dass Ja-Cheol das Vertrauen braucht, dass er nicht gleich nach dem ersten Spiel in Frage gestellt wird. In Hannover war das ordentlich, er spielt den offensiveren Part im Mittelfeld, das ist vielleicht nicht ganz so die Rolle vom Jan.“

Klar war Polak enttäuscht. „Es war schwer, aber ich habe die Entscheidung akzeptiert, die Jungs haben sehr gut gespielt. Und als ich kam, habe ich meinen Job gut gemacht“, sagte der Abräumer. „Die Konkurrenz ist größer geworden, ich muss weiter Gas geben, mich zeigen und darf mich nicht beschweren.“

Der Heimfluch ist beendet: Der VfL Wolfsburg setzte mit dem 4:0-Sieg gegen Schalke ein klares Zeichen.

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Hecking lobte die Art und Weise, wie Polak seine Verbannung auf die Bank aufnahm: „Er sagte zu mir: Trainer, die Qualität unserer Mannschaft ist so hoch. Wenn ein anderer spielt, ist es die Hauptsache, dass wir gewinnen. Das ist eine Mentalität, die erwarte ich von vielen Spielern, die hinten dran sind.“

Allerdings: Polak ist nicht der Einzige, der plötzlich nicht mehr erste Wahl ist. Auch Marcel Schäfer, dem Wolfsburger Rekordspieler, geht‘s zurzeit so. Aber Schäfer lässt sich nicht hängen, spielte nach seinen Einwechslungen immer stark. Gegen Schalke bereitete er gar das 4:0 vor. Manager Klaus Allofs zu den Härtefällen: „Man hat meist dann eine gute Mannschaft, wenn man überlegen muss: Wer soll spielen?“

eh/apa

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VfL Wolfsburg
Erstes Heimspiel, erster Sieg: VfL-Neuzugang Luiz Gustavo (l.) und Ja-Cheol Koo (r.) fertigten Schalke mit 4:0 ab.

Vielleicht wird es eine tolle Saison, vielleicht wird der VfL am Ende der Spielzeit die Erwartungen übertroffen haben. Und vielleicht können die, die am Samstag in der VW-Arena mitjubelten, dann sagen: Ich war dabei, als das alles begann. Als Wolfsburgs Fußball-Bundesligist den FC Schalke 04 mit 4:0 (0:0) besiegte und damit eine rauschhafte Euphorie auf dem Rasen und auf den Rängen entfachte, wie es sie seit der Meistersaison nicht mehr gegeben hatte.

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