Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Eine Familie, zwei Trikots

VfL Wolfsburg Eine Familie, zwei Trikots

Familien im Derby-Fieber: Der Vater Eintracht-Fan, der Sohn VfL-Anhänger, der Mann hält für Wolfsburg, die Frau für Braunschweig. Vorm Bundesliga-Derby am Samstag in Wolfsburg stellt die WAZ Familien vor, in denen es diese Fußball-Rivalität gibt, die aber trotzdem blendend miteinander auskommen.

Voriger Artikel
Viele VfL-Bewerber: Wer darf Samstag ran?
Nächster Artikel
Mein Kollege ist für die Anderen

Am Samstag ist Derbyzeit: Papa Fred Maretzke hält seit 40 Jahren zur Eintracht, das Herz seines Sohns Mats-Ole wiederum schlägt für den VfL Wolfsburg.

Quelle: Photowerk (bb)

Heute: Vater Fred Maretzke und Sohn Mats-Ole aus Sülfeld.

Seit 40 Jahren geht der Papa an die Hamburger Straße, um mit der Eintracht mitzufiebern. Warum er den Sohn nicht ins blau-gelbe Trikot mitziehen konnte? „Ich nehme mal an, er wollte sich damals abgrenzen. Ich wollte das von meinem Vater auch, der war HSV-Fan.“ Doch der 14-jährige Filius wiederspricht: „Als ich vier war, waren wir beim VfL im Stadion - und das hat mir gut gefallen.“

Fred Maretzke hat mit dem Lieblingsverein des Sohnes kein Problem, hier und da wird mal ein wenig gefrotzelt. Als Braunschweigs Höhenflug von der 3. bis in die 1. Liga geführt hatte, war der Papa obenauf. Momentan ist es der Sohn: „Was ist der Unterschied zwischen der Eintracht und einem Ü...?“ Aber, auch wenn mal ein wenig gekabbelt wird - beide verstehen sich blendend. „Es wird nie wirklich böse“, sagt Mats-Ole. „Und wir reden auch sehr ernsthaft über den Sport“, so Fred.

Was sie eint: Am Samstag steht ein lange geplanter Familienausflug an, ins Stadion können sie nicht. Mats-Oles Tipp: „Man sollte Eintracht nicht unterschätzen, aber ich denke an ein 3:1, 3:0.“ Trotz der Liebe zu Blau-Gelb mag der Vater in dem Moment nicht völlig widersprechen, gibt sich optimistisch: „1:1 - das habe ich mal vor einem Test vor ein paar Jahren gesagt. Damals habe ich auch nicht dran geglaubt, aber es kam dann so.“

Übrigens: Wenn‘s um Sport geht, und sie sich mal nicht necken, dann ist Wolfsburgs Eishockey-Klub EHC im Spiel. Da gehen beide gern hin. Und Fred sagt augenzwinkernd: „Wenn man Gelb und Grün zusammentut, dann gibt das ja auch Orange.“

hot

Voriger Artikel
Nächster Artikel