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Ein Pünktchen, das kaum Hoffnung macht

VfL Wolfsburg Ein Pünktchen, das kaum Hoffnung macht

Wenn in der Nachspielzeit ein wichtiges Tor fällt, ist der Jubel gemeinhin groß. Aber als André Schürrle am Samstag dem VfL noch ein 1:1 (0:0) gegen Aufsteiger Darmstadt 98 rettete, hob das die Laune beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten kaum.

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Mehr Erleichterung als Jubel: Luiz Gustavo, André Schürrle, Marcel Schäfer und Max Kruse (v. l.) nach dem Tor zum 1:1.

Quelle: Photowerk (bb)

Das Spiel, das Gegentor durch Sandro Wagner, die eigene Leistung - aus VfL-Sicht war‘s ein Frust-Nachmittag. Und das eine Pünktchen macht auch nicht viel Hoffnung.

Maxi Arnold gehört zu den VfLern, denen man die miese Laune nach so einem Spiel deutlich ansieht. „Es ist nicht unser Anspruch, hier gegen Darmstadt 1:1 zu spielen“, maulte er. Dass der Abstand auf Rang vier (Champions-League-Qualifikation) jetzt sechs Punkte beträgt, ist fast nebensächlich - es ist die Leistung, die nicht zum Spitzenteam-Anspruch des VfL passt. „Es wäre falsch zu sagen, wir gucken jetzt nur noch auf die Europa-League-Plätze“, sagt Arnold zwar. Aber wenn er hinzufügt „Wir sind immer noch der VfL Wolfsburg“, denn klingt das eher trotzig als hoffnungsfroh.

Nach der guten Phase Ende Februar mit zehn Punkten aus fünf Spielen und dem Sprung ins Champions-League-Viertelfinale schien der VfL gerüstet für die Liga-Aufholjagd. Doch das 0:1 in Hoffenheim und das 1:1 von Samstag zeigten: Der Kader ist nicht gut genug, um personelle Ausfälle wie etwa den von Julian Draxler wegzustecken, reagiert zudem anfällig auf Leistungsschwankungen (Dante, Vieirinha) und kann Null-Leistungen wie die von Max Kruse nicht auffangen. Der Wirbel neben dem Platz um Kruse, Nicklas Bendtner oder die eigenen Anhänger tun dann ihr Übriges.

Und so mutet es doch etwas befremdlich an, wenn Manger Klaus Allofs sagt: „Ob wir jetzt Platz drei anvisieren sollten oder ob es am Ende doch der vierte ist, wird man sehen.“ Das feine Gespür, mit dem Allofs und Trainer Dieter Hecking in der vergangenen Saison noch im richtigen Moment den richtigen Ehrgeiz nach außen und innen kommuniziert haben, ist offenbar auch verloren gegangen. „Es bleiben noch viele Spiele“, so Allofs. Stimmt: Viele - nämlich genau sieben - Spiele, um wenigstens noch Platz sieben (reicht eventuell noch für die Europa League) zu erobern. Viel Hoffnung, dass wenigstens das klappt, machte der Samstag nicht.

apa

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