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Dummerweise zählen beim Fußball die Tore...

VfL Wolfsburg Dummerweise zählen beim Fußball die Tore...

Dummerweise zählen beim Fußball immer nur die Tore – ansonsten wäre es ein richtig guter Europa-League-Abend gestern in Wolfsburg gewesen. Ein starker VfL begeisterte die Mehrheit der 23.400 Zuschauer, traf aber leider nicht.  Der FC Everton dagegen zeigte, dass man auch als schlechtere Mannschaft ein Spiel gewinnen kann und siegte mit 2:0 (1:0).

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Und wenn‘s dann mal nicht läuft, passiert auch sowas: Hier wird auf Abseits entschieden, obwohl Phil Jagielka (l.) im Moment von Nicklas Bendtners Ballberührung das Abseits aufhebt; der anschließende Treffer von Ivan Perisic (r.) zählte nicht.

Quelle: Sky/CP24

Es war die individuelle Offensiv-Klasse, die am Ende den Ausschlag gab – und zwar die von Romelu  Lukaku. Das erste Tor erzielte er selbst, schüttelte dabei Gegenspieler Junior Malanda ab wie einen lästigen Fussel. Das zweite Tor bereitete er mit starkem Mittelfeld-Antritt und genialem Pass vor. Man sah, warum der VfL den hünenhaften Belgier im Sommer unbedingt haben wollte.

Vorwerfen kann man dem VfL derweil wenig, er war von Beginn an bissig, ballsicher, engagiert, kam vor allem über links immer wieder gefährlich nach vorne – allein, es nützte nichts. Mal klappte der letzte Pass nicht, mal war der Abschluss unpräzise, mal war Torwart Tim Howard im Weg – und einmal guckte der Schiri-Assistent nicht richtig: Ivan Perisic erzielte die vermeintliche VfL-Führung, die zu Unrecht wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben wurde.

Erst feierten Evertons Fans in Wolfsburgs Gaststätten, dann im Stadion: Der VfL Wolfsburg hat das vorzeitige Weiterkommen in der Europa League verpasst – Wolfsburgs Fußball-Bundesligist verlor das vorletzte Gruppenspiel mit 0:2 (0:1) gegen den FC Everton.

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Und dann durfte die alte Fußball-Weisheit wieder rausgekramt werden: Wenn du die Dinger vorne nicht machst – und so weiter. In diesem Fall: Konter nach VfL-Ecke, Tor; so passierte es kurz vor der Pause, die Wolfsburger halfen dabei auch noch kräftig mit, kamen nicht schnell genug in die Rückwärtsbewegung.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich dann wenig. Der VfL spielte, kam gefährlich in den Strafraum, die Verzweiflung wuchs, vor allem beim glücklosen Perisic. Und auf der Gegenseite: siehe oben; diesmal sahen Robin Knoche, Kevin De Bruyne und Naldo im Defensivverhalten nicht gut aus.

Oder anders gesagt: Wäre Effizienz nur eines von zehn Kriterien, die ein Fußballspiel entscheiden, hätte der VfL 9:1 gewonnen. Aber es entscheiden nun einmal Tore. Dummerweise.

apa

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