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Duell der Krisenklubs: Siegpflicht für beide

VfL Wolfsburg Duell der Krisenklubs: Siegpflicht für beide

Wolfsburg. In der vergangenen Saison war es ein Duell zweier Champions-League-Teilnehmer, jetzt ist es ein Spiel mit zwei Krisenklubs. Die einen - Bayer Leverkusen - haben immerhin schon zehn Punkte auf dem Konto, haben sich aber im Pokal blamiert. Die anderen - VfL Wolfsburg - sind im Pokal weiter, stehen dafür aber mit sechs Pünktchen in der Fußball-Bundesliga auf dem traurigen Platz 16.

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Gegen Leverkusen dabei: Julian Draxler steht nach seiner Sprunggelenks-Verletzung wieder im VfL-Kader.

Quelle: imago sportfotodienst

Heißt für beide: Heute herrscht Siegpflicht! „Die Partie ist von großer Bedeutung“, weiß auch VfL-Manager Klaus Allofs, „das brauchen wir nicht schönzureden.“ Ein Schlüsselspiel? Allofs: „Wir haben viel vor, das reicht. Mehr Druck müssen wir uns nicht machen. Von einem Endspiel zu sprechen, das passt noch nicht.“

Der Druck macht die Sache für die Wolfsburger schon schwer genug, personell sieht es auch nicht gerade rosig aus. Julian Draxler (Probleme mit dem Sprunggelenk) steht zumindest wieder im Kader, ob er von Beginn an auflaufen kann, ist offen. Bei der wöchentlichen Pressekonferenz gestern brauchte Trainer Valérien Ismaël dann einen Spickzettel, um seine weiteren Sorgenkinder aufzuzählen: Vieirinha und Bruno Henrique fallen länger aus, Jannes Horn und Carlos Ascues sind noch nicht wieder fit, Daniel Didavi (Aufbautraining) ist frühestens in einer Woche beim Spiel in Freiburg wieder dabei, Jeffrey Bruma brummt seine Rotsperre ab. Und nach dem Training gestern war auch klar, dass Christian Träsch nicht dabei sein kann.

Gut: Ismaël will die Personallage nicht schon im Vorfeld als Entschuldigung heranziehen. „Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder man fängt an zu weinen oder man kämpft mit den Spielern, die man zur Verfügung hat“, sagt der 41-Jährige, der „mit Elan und Energie“ vor rund 28.000 Zuschauern den ersten Sieg seit sieben Liga-Spielen holen will. Eine Minus-Serie dieser Art gab es für den VfL übrigens seit der Saison 2010/11 nicht mehr.

Ismaël weiß um die Stärken des Gegners. „Leverkusen ist schnell im Umschaltspiel - da müssen wir hellwach sein. Und sie laufen aggressiv an. Ich erwarte intensive Zweikämpfe“, so der Coach. Mit welchen Umstellungen? Jakub Blaszczykowski ist mangels Alternativen erste Wahl auf der Rechtsverteidiger-Position, Robin Knoche dürfte Bruma ersetzen und neben Ricardo Rodriguez in die Innenverteidigung rutschen. Alles andere hängt davon ab, ob Draxler von Beginn an spielen kann. Fällt er aus, könnten Marcel Schäfer oder Paul Seguin in die Mannschaft rücken.

von Marcel Westermann

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