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Draxler zieht die Euphoriebremse

VfL Wolfsburg Draxler zieht die Euphoriebremse

Zwei Tore beim 3:2-Champions-League-Sieg in Gent, WAZ-Note 1: Für Julian Draxler gab‘s viel Lob nach seinem stärksten Auftritt im Trikot des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. VfL-Manager Klaus Allofs stellte zufrieden fest: „In Gent hat Julian das gezeigt, was wir immer über ihn gesagt haben - nämlich, dass er besser wird.“

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Will und muss seine Gent-Leistung bestätigen: Wolfsburgs Doppel-Torschütze Julian Draxler.

Quelle: dpa

Der so Gelobte selbst bleibt da etwas zurückhaltender.

Draxler zieht die Euphoriebremse: „Mir geht das immer ein bisschen zu schnell, man muss da realistisch bleiben. Ich weiß, dass ich zuletzt ganz gut gespielt habe, ich weiß aber auch: Jetzt gilt es, das zu bestätigen. Heutzutage ist das eben so: Man wird gefeiert - oder man wird in Grund und Boden geschrieben oder geredet. Ich würde mir wünschen, dass es da manchmal auch ein Mittelding gibt.“ Entsprechend ordnet er auch das Allofs-Lob („Mit das Beste, was es im deutschen Fußball gibt“) von Mittwochabend ein: „Ich bin lange genug im Geschäft um zu wissen, das sowas auch wieder in die andere Richtung gehen kann - schon am Samstag in Berlin.“

Für 36 Millionen Euro war Draxler im August von Schalke 04 gekommen - mit der Hoffnung, die Lücke nach dem Abgang von Kevin De Bruyne wenigstens ein bisschen füllen zu können. Beim Spiel am Mittwoch deutete er an, dass er das nötige Potenzial mitbringt. „Ich kann für die Ablösesumme nichts“, sagte er am Donnerstag, „aber der Erwartungshaltung dann gerecht zu werden, ist schon schwieriger als wenn man für 2 oder 3 Millionen kommt.“

Sein Vorteil: Obwohl er gerade 22 ist, ist er es aus seiner Zeit als hochbegabtes Schalker Eigengewächs gewohnt, unter besonderer Beobachtung zu stehen. „Mit der Zeit lernt man, damit umzugehen und bleibt vielleicht auch in meinem Alter dabei ein bisschen cooler.“ Und auch geeignet für eine Führungsspieler-Rolle? „Man kann nicht wegreden, dass ich mit einer gewissen Erwartunghaltung hergekommen und auch wichtig für die Mannschaft bin“, so Draxler. „Davor drücke ich mich nicht. Ich weiß, dass wenn es nicht läuft, vieles an mir festgemacht wird. Und ich weiß, dass wenn es gut läuft, auch vieles mit mir zu tun hat.“

apa

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