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Draxler-Zoff: Machtwort und 100-Millionen-Klausel!

VfL Wolfsburg Draxler-Zoff: Machtwort und 100-Millionen-Klausel!

Wolfsburg. Am Nachmittag setzten sie sich zusammen: Der wechselwillige Julian Draxler, VfL-Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking. Anschließend gab es eine offizielle Stellungnahme des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, die in ihrer Deutlichkeit und in ihrem Inhalt ungewöhnlich ist: Draxler muss bleiben! Und: Per Ausstiegsklausel kann er im Sommer 2017 weg.

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Darf den VfL 2017 für eine festgeschriebene Ablösesumme verlassen: VfL-Profi Julian Draxler (gr. Bild r.) ließ sich gestern bei seiner ersten Trainingseinheit nach dem Urlaub aber nichts anmerken – lediglich plagen ihn leichte Schmerzen an der Patellasehne (kl. Bild r.).

Quelle: cp24

Wie hoch die dann festgeschriebene Ablöse ist, verriet der VfL nicht – nach WAZ-Informationen kann sie bis zu 100 Millionen Euro betragen!

Draxler hatte in einem Zeitungsinterview seinen Wechselwunsch öffentlich gemacht, dabei Allofs und Hecking scharf kritisiert und davon gesprochen, dass ihm ein möglicher Ausstieg aus seinem bis 2020 laufenden Vertrag zugesichert worden sei, als er vor einem Jahr von Schalke zum VfL wechselte.

Dass der VfL im Zoff mit Draxler nun mit einer öffentlichen Äußerung konterte und dabei auch die Existenz einer Ausstiegsklausel für 2017 bestätigt (siehe Stellungnahme), liegt vor allem daran, dass Draxler auf eine angebliche mündliche Absprache pocht. „Dass es eine solche  Absprache gab, ist falsch“, stellte Allofs gegenüber der WAZ noch einmal klar. „Es wäre auch nicht nachvollziehbar, weil es ja für 2017 diese Ausstiegsklausel gibt.“

Und wie fand es der Manager, dass sein Top-Star den Weg über die Öffentlichkeit ging? „Julian ist ein intelligenter Junge, von daher hat mich das überrascht“, so Allofs. Im Gespräch gestern (das übrigens ohnehin geplant war) machten Hecking und Allofs Draxler noch einmal klar, dass er nicht gehen wird – einen entsprechenden Hinweis hatte er vom Trainer bereits während seines Urlaub nach der EM bekommen.

Wie geht‘s nun weiter? Ein öffentliches Zurückrudern verlangt der VfL von Draxler nicht. „Es wurde genug geredet“, so Allofs, „jetzt sind die Taten wichtig“: Draxler solle das „Nein“ akzeptieren und seine Leistung bringen.

Beim Training gestern war er dabei, allerdings hemmen ihn aktuell Probleme mit der Patellasehne, beim Test heute in Malmö wird er darum fehlen.  Das morgen beginnende Österreich-Trainingslager macht er mit – zur Vorbereitung auf seine zweite und möglicherweise letzte VfL-Saison. „Wir wissen“, so Allofs, „dass wir für manche Spieler eine Zwischenstation sein können, das ist bei uns immer im Kopf. Wir sind nicht Bayern München.“

von Andreas Pahlmann und Marcel Westermann

Die Presseerklärung des VfL Wolfsburg im Wortlaut:

Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der VfL Wolfsburg Fußball-GmbH sehen sich nach den heute in der BILD veröffentlichten Interview-Aussagen von Julian Draxler dazu veranlasst, folgende Klarstellung vorzunehmen und kursierende Gerüchte, die hierauf Bezug nehmen, auszuräumen.

Der VfL Wolfsburg macht deutlich, dass es seitens der Verantwortlichen zu keinem Zeitpunkt schriftliche oder mündliche Zusagen bezüglich eines Wechsels von Julian Draxler innerhalb der aktuellen, bis zum 31. August 2016 noch andauernden Transferperiode gegeben hat. Dies unterstreicht auch eine bei Vertragsschluss gemeinschaftlich mit Julian Draxler und seinem Management festgelegte Ausstiegsklausel, die erstmals im Sommer 2017 Wirksamkeit erlangen  wird.

Der VfL Wolfsburg wird Julian Draxler in der aktuellen Transferperiode nicht transferieren.

In einem gemeinsamen Gespräch hat der VfL Wolfsburg Julian Draxler nochmals erklärt, seinem geäußerten Wechselwunsch nicht entsprechen zu können.

Wir gehen davon aus, dass damit alle vermeintlichen Unklarheiten beseitigt sind und dass von allen Beteiligten zu einer  professionellen, verantwortungsvollen Zusammenarbeit zum Wohle des VfL Wolfsburg und insbesondere auch unserer Fans zurückgekehrt werden kann.

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