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Dieter Hecking: „Man darf nicht kapitulieren“

VfL Wolfsburg Dieter Hecking: „Man darf nicht kapitulieren“

Seinen Spielern hatte Dieter Hecking bis Dienstag frei gegeben. Der Trainer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten selbst wollte am Samstag beim Abschiedsspiel seines ehemaligen Hannover-Mitspielers Gerald Asamoah ein bisschen Spaß haben. Nach den Terroranschlägen in Paris am Freitagabend war das nicht möglich.

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Kein normales Wochenende: VfL-Trainer Dieter Hecking stand am Samstag beim Abschiedsspiel von Gerald Asamoah auf dem Platz (l.) – und sprach am Rande der Partie auch über die Anschläge von Paris.

Quelle: N24/Omnisport

Mit André Schürrle, Julian Draxler und Max Kruse waren drei seiner Profis dabei, als die deutsche Nationalelf in Paris ein Testspiel absolvierte. Am Samstag nach der Rückkehr aus Frankreich rief Hecking das Trio sofort an, sprach mit Schürrle und Co., die geschockt waren. „Sie haben natürlich alles wahrgenommen. Das Gefühl, das sie da mitgenommen haben, werden sie so schnell nicht vergessen“, so der Wolfsburger Trainer. „Sie haben gerade nach dem Spiel gemerkt, dass außerhalb des Stadions etwas passiert, was nicht greifbar ist.“

Als einziger VfLer auf dem Platz gestanden hatte Draxler, der Hecking gegenüber schilderte, dass er den lauten Knall nach knapp 20 Minuten nicht für einen Knallkörper im Stadion hielt. Hecking: „Julian hat mir erzählt, dass gerade auf der rechten Seite des Spielfelds eine Druckwelle zu spüren war.“

Der Trainer war am Tag nach den Terroranschlägen beim Abschiedsspiel von Asamoah auf Schalke dabei, erzielte für die Asa-Allstars ein Tor. Eine Absage kam für ihn nicht in Frage. „Natürlich stand dieses Spiel unter dem Eindruck der Geschehnisse. Aber Gerald hat‘s super gemacht. Der Entschluss, dieses Spiel nicht abzusagen, war genau richtig.“

Und weiter: „Natürlich hätte man das, was passiert ist, gern verhindert. Das ist doch keine Frage. Heutzutage darf sich niemand zu sicher sein, dass so etwas nicht auch in Deutschland passieren kann.“ Aber: Man dürfe jetzt „nicht kapitulieren und eine gewisse Lockerheit im Leben“ verlieren, sagte Hecking und fügte hinzu: „Ich werde mich jetzt nicht einschließen.“

eh

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