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Dieter Hecking: Gerhardt darf nicht nach Rio

VfL Wolfsburg Dieter Hecking: Gerhardt darf nicht nach Rio

Frankfurt/Wolfsburg. Am Dienstagabend führten sie ein langes, intensives Gespräch: DFB-Sportdirektor Hansi Flick versuchte alles, doch Dieter Hecking blieb hart. Resultat: Das olympische Fußball-Turnier in Rio findet ohne VfLer in der deutschen Männer-Nationalmannschaft statt.

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Quelle: Imago

Maxi Arnold kann nicht, sein Mittelfeld-Kollege Yannick Gerhardt bekommt vom Fußball-Bundesligisten die Freigabe nicht. Das erklärte der Wolfsburger Bundesliga-Trainer dem Sportdirektor.

Eine Entscheidung schweren Herzens, wie Hecking am Mittwoch sagte. Arnold zählte zum Stamm des DFB-Teams, wurde vergangene Woche durch eine Blinddarm-OP ausgebremst. Minimale Resthoffnung, eventuell für einen Nachrückerplatz zur Verfügung zu stehen, war da, doch „das ist nicht realistisch“, so Hecking. „Bei Maxi gab es keine Diskussion, dass er nicht zur Verfügung steht. Er hatte sechs Wochen Urlaub..., dann kommen vier Wochen Ausfallzeit. Das schafft er nicht.“ Er hofft, dass Arnold mit ins Trainingslager nach Bad Ragaz fahren kann, „ob er da schon gegen den Ball treten kann, weiß ich aber nicht.“

Flick hätte alternativ gern Gerhardt gehabt. Spieler, die den Klub gewechselt haben, müssen für Olympia nicht abgestellt werden. Hecking gab Flick einen Korb beim Ansinnen, Gerhardt mitzunehmen: „Dem habe ich einen Riegel vorgeschoben, erklärt, dass ich das nicht sehe. Da ist mir unser eigenes Hemd näher. Gerhardt war kein kleiner Transfer. In der Saisonphase, in der das Turnier läuft, wo wir dann fast praktisch komplett sind, hätte ich ihn lieber bei uns im Training“, so der Fußball-Lehrer.

Hecking betonte aber: „Maxi Arnold hätten wir gehen lassen, das wäre unser Beitrag gewesen.“

Am Donnerstag wird das Aufgebot bekanntgegeben – genauso wie das des Frauen-Nationalteams. Da haben fünf VfLerinnen die Chance: Keeperin Almuth Schult, Mittelfeldspielerin Lena Goeßling und Stürmerin Alexandra Popp sollten im Rio-Flieger sitzen, Isabel Kerschowski und Babett Peter müssen eher zittern. Aus zwei Dutzend Spielerinnen dürfen 18 mit, drei werden Nachrückerinnen.

Von Jürgen Braun

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