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Diego: „Ich lasse mich nicht unterkriegen“

WAZ-Interview Diego: „Ich lasse mich nicht unterkriegen“

Beim 1:3 in Leverkusen hatte VfL-Star Diego mal wieder ordentlich einstecken müssen. Nicht selten wurde der Spielmacher des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten zu Fall gebracht. Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel spricht Diego über Fouls, den Saisonstart und seinen Vertrag.

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Wartet auf eine Vertrags-Entscheidungdes VfL:Spielmacher Diego.

WAZ: In Leverkusen gab‘s für Sie wieder mal reichlich auf die Socken - haben Sie den Respekt vor den Schiedsrichtern verloren, weil sie kaum noch ein Foul gegen Sie abpfeifen?

Diego: Nein, ich versuche ihre Entscheidungen zu respektieren.

WAZ: Aber wie fühlt es sich an, wenn man dauernd gefoult wird?

Diego: Ich lasse mich davon nicht unterkriegen. Wenn ich den Ball bekomme und gefoult werde, dann versuche ich nochmal, mein Spiel durchzubringen. Es wird immer so sein, dass alle alles versuchen werden, um mich zu stoppen. Ich werde auch nichts über Schiedsrichter-Entscheidungen sagen, das sollen andere machen, die sich das Spiel von draußen anschauen.

WAZ: War es denn richtig, dass Luiz Gustavo jetzt in Leverkusen Gelb-Rot gesehen hat?

Diego: (lacht) Wenn ich Schiri gewesen wäre, hätte ich anders entschieden. Es war kein großes Foul. Aber wir haben diese Entscheidungen zu akzeptieren und sollten das Thema Schiedsrichter jetzt beenden.

WAZ: Dann sprechen wir über die Saison. Der VfL hat nur zwei Bundesliga-Spiele von insgesamt fünf gewinnen können. Warum?

Diego: Ganz klar, das haben wir uns so nicht vorgestellt. Wir haben alle Auswärtsspiele verloren. Es waren wegen der Herunterstellungen spezielle Spiele, aber wir müssen auch besser spielen.

WAZ: Damit der VfL den Anschluss nach oben nicht verliert, muss gegen Hoffenheim ein Sieg her - wie groß ist der Druck?

Diego: Natürlich ist der groß, aber das war auch vorm Leverkusen-Spiel nicht anders. Wenn wir das gewonnen hätten, wären wir im oberen Drittel der Tabelle gewesen.

WAZ: Um oben dabei sein zu können, braucht der VfL einen Diego in Top-Form. Ist es eigentlich schwer für Sie, gleichzeitig gut zu spielen und nicht zu wissen, wie es im nächsten Jahr für Sie weitergeht?

Diego: Mein Kopf ist hier, ich konzentriere mich voll auf den VfL. Ich hatte im Sommer drei konkrete Angebote, aber der Klub hat alle abgelehnt. Bislang haben wir noch nicht über einen neuen Vertrag gesprochen. Wann das soweit ist, entscheiden allein die Verantwortlichen hier.

WAZ: Aber wie lange werden und wollen Sie auf diese Gespräche warten?

Diego: Klar ist für mich, dass Wolfsburg meine erste Option ist. Ich bin jetzt schon lange hier, ich bin zufrieden, respektiere die Menschen und verstehe mich mit meinen Kollegen, unserem Manager Klaus Allofs, unserem Trainer Dieter Hecking, unserem Aufsichtsratschef Francisco Garcia Sanz oder VW-Chef Martin Winterkorn gut. Ich werde jede Entscheidung akzeptieren. Aber auch andere Vereine kennen meine Vertragssituation.

WAZ: Wie meinen Sie das?

Diego: Bis Dezember werden sich die ersten Vereine melden. Ich warte auf die Entscheidung des VfL, danach werde ich über meine Zukunft nachdenken.

WAZ: Zuvor werden Sie nochmal Papa - sind Sie schon aufgeregt?

Diego: (lacht) Es ist noch alles ruhig. Wir waren in der vergangenen Woche beim Arzt, meiner Frau geht‘s gut, mit dem Baby ist alles in Ordnung. In den nächsten zwei, drei Wochen wird‘s zur Welt kommen. Daher habe ich mein Handy jetzt immer bei mir. Ich kann es auch nicht mehr auf lautlos stellen...

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