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Die VfL-Profis als Bauarbeiter

VfL Wolfsburg Die VfL-Profis als Bauarbeiter

Es wurde gebaggert, gestrichen und geschaufelt - die VfL-Profis machten gestern in Calbe auf Bob der Baumeister. Mit Spaß und Muskelkraft packten Marcel Schäfer und Co. beim Klub in der Nähe von Magdeburg an - und halfen mit, drastische Hochwasserschäden zu beseitigen.

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Schuften für einen guten Zweck: Naldo und Co. packten gestern bei der von Hochwasser geschädigten TSG Calbe an.

Solch eine Aktion hätte schnell zu einem PR-Termin werden können, sie war es aber nicht. Gut 90 Minuten dauerte die etwas andere Einheit des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, bei der nicht nur die Profis, sondern auch das Frauen-Team um Trainer Ralf Kellermann und 60 Mitarbeiter samt Geschäftsführer Thomas Röttgermann anpackten, die bereits vormittags losgelegt hatten.

In gemischten Teams des VfL und der TSG wurden die Räume des bis zu 1,50 Meter hoch überfluteten Sportheims saniert. Es wurden Zäune, Tore, Bänke gestrichen, das Stromhäuschen erneuert sowie Betonpfosten gesetzt. In den Umkleiden wurde der Estrich herausgestemmt, so dass Abwehrchef Naldo, Kapitän Diego Benaglio oder Rekordspieler Marcel Schäfer den Dreck mit Schubkarren in Container befördern konnten.

Trotz der schweißtreibenden Arbeit hatten die VfLer Spaß. „Ich bin nicht mit zwei linken Händen ausgestattet“, meinte Manager Klaus Allofs schmunzelnd und schwang den Pinsel, „das Heimwerken gehört nicht zu meinen liebsten Beschäftigungen. Aber wenn ein Verein durch diese Umstände in Not gerät, hilft man gern.“

Nicht weit entfernt vom Manager half Dieter Hecking die Schäden, die die Saale verursacht hatte, zu beseitigen. Der Trainer: „Wir können ja nur einen kleinen Beitrag leisten, aber für uns ist das hier keine lästige Pflichtaufgabe. Die Spieler stehen auf der Sonnenseite des Lebens, da tut es ganz gut, wenn man solch einfache Aufgaben macht.“ Und die Not eines Klubs damit ein wenig lindern kann.

eh

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