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Die Transfer-Idee, die beim VW-Boss gut ankam

VfL Wolfsburg Die Transfer-Idee, die beim VW-Boss gut ankam

Böse Zungen behaupten, er trägt seine Ablösesumme auf dem Trikotrücken: Ob‘s nun mit allen Nebengeräuschen wirklich die 22 Millionen Euro oder doch „nur“ 18 waren – eines ist klar: Luiz Gustavo war der Transfer des Jahres 2013; und er ist der teuerste Spieler, den sich Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg je gönnte.

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Neuzugang des Jahres: Luiz Gustavo kam vom FC Bayern zum VfL.

Es war Frühling, und Gustavo steuerte mit dem FC Bayern aufs Triple zu, da bekundete VfL-Manager Klaus Allofs im Berater-Umfeld des Mittelfeldspielers ganz beiläufig, aber mit bestimmten Hintergedanken sein Interesse. Es galt für den Fall, dass der Brasilianer bei den Münchnern im Sommer nicht mehr über die Reservistenrolle hinauskommen sollte.

So kam es. Pep Guardiola plante mit anderen Namen im Mittelfeld, ließ es Gustavo spüren – und bei Allofs das Interesse nochmal stärker aufflammen. Den größten Fan der Idee, einen internationalen Topspieler von den Triple-Bayern nach Wolfsburg zu holen, hatte der VfL-Manager im eigenen Haus: Martin Winterkorn. Der VW-Boss, der beim Münchner Super-Verein im Aufsichtsrat sitzt, machte dort Werbung für den Transfer und stärkte Allofs den Rücken, als der an der finanziellen Machbarkeit zweifelte.

Am Ende aber klappte es – weil es für alle Beteiligten keine besseren Alternativen gab. Gustavo konnte in der Bundesliga bleiben, bekam fürs Jahr vor der WM einen Stammplatz mit gutem Gehalt und eine Ausstiegsklausel in seinen Vertrag, falls doch noch ein ganz großer Klub anklopft. Die Bayern konnten einen Reservisten gut verkaufen. Und der VfL holte einen Spieler, der sich in Tabellenregionen auskennt, wo Allofs und Co. hinwollen. Gut, dass aus dem Mann mit der 22 nach anfänglich durchwachsenen Leistungen und zwei Platzverweisen zum Jahresende das wurde, was er sein sollte: ein wichtiger Mannschaftsbaustein auf einer extrem wichtigen Position.

rs

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