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Didavi als Joker gegen die Freiburger Heimstärke

VfL Wolfsburg Didavi als Joker gegen die Freiburger Heimstärke

Wolfsburg. Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen kaum sein, wenn der krisengebeutelte VfL heute um 15.30 Uhr beim aufstrebenden SC Freiburg gastiert. In seinem wohl letzten Spiel als Interimstrainer setzt Valérien Ismaël alles daran, mit einem Sieg die langersehnte Wende zu schaffen und den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten mit einem Erfolgserlebnis an seinen Nachfolger zu übergeben - mit Daniel Didavi im Kader.

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Wechselspiel: Maxi Arnold (r.) dürfte am heutigen Samstag auf der Zehn beginnen, Daniel Didavi könnte ihn ablösen.

Quelle: imago sportfotodienst

„In der Liga kann jeder jeden schlagen, egal was für eine Serie man bis dahin hingelegt hat“, sagt Ismaël, der aber weiß, dass die Freiburger den elften Sieg in Folge vor eigenem Publikum feiern wollen. Das will er verhindern. „Der Gegner ist heimstark, aber wir haben Punkte gesehen, wo wir Freiburg wehtun können“, gibt sich der 41-Jährige kämpferisch. Dafür müsse der Fokus auf der Arbeit gegen den Ball liegen, so „wie wir es gegen Leverkusen über 60 Minuten gezeigt haben“. Einfach wird es gegen die selbstbewussten Freiburger sicherlich nicht. „Die Mannschaft spielt befreit auf, ist diszipliniert und steht kompakt. Außerdem ist der Gegner gefährlich aus der Distanz, und Vincenzo Grifo schlägt gute Standards“, sagt Ismaël.

Mit einem Sieg in die Länderspielpause zu gehen, würde für zwei ruhigere Wolfsburger Wochen sorgen. Personell hat Ismaël zumindest wieder mehr Optionen, auch wenn Julian Draxler mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich für unbestimmte Zeit ausfällt. Erfreulich: Didavi steht im Kader, wird aber zunächst zuschauen. „In seiner Situation ist es besser, von der Bank zu kommen. Wenn ein Spieler mit dieser Qualität draußen sitzt, gibt einem das gleich ein ganz anderes Gefühl, weil man weiß, dass man jederzeit nachlegen kann“, freut sich Ismaël. Christian Träsch dürfte rechts hinten beginnen, Maxi Arnold ersetzt Draxler auf der Zehn, Paul Seguin dürfte den Platz im defensiven Mittelfeld übernehmen.

Die Bedeutung des Spiels in Freiburg lässt derweil die Trainersuche beim VfL zumindest für einen Tag etwas in den Hintergrund treten. Die Meldungen der vergangenen Tagen, nach denen Ismaël nach dem Freiburg-Spiel wieder an die Seitenlinie der zweiten Mannschaft rückt und Bruno Labbadia oder ein anderer Kandidat übernehmen wird, dürfen dabei nach Ansicht von Manager Klaus Allofs keine große Rolle spielen: „Wir müssen unseren Weg weitergehen, auf verschiedenen Ebenen. Und das darf nicht fremdgesteuert passieren, sondern von innen heraus“

von Marcel Westermann

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