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Deutliche Worte: Darum war Allofs so sauer

VfL Wolfsburg Deutliche Worte: Darum war Allofs so sauer

Klaus Allofs wird nicht laut, wenn er sauer ist. Auch sein Sprechtempo verändert sich kaum. Aber in den Augen des VfL-Managers kann es sehr giftig funkeln, wenn er schimpft. Am Samstag, nach der 0:2-(0:1)-Niederlage des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten beim FSV Mainz 05, war es soweit. Allofs war sauer. Und wie.

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Sauer auf die VfL-Leistung: Manager Klaus Allofs.

Den verdienten Mainzer Sieg durch Tore von Pablo De Blasis und Yunus Malli hätte Allofs auf den frühen Platzverweis gegen VfL-Spielmacher Julian Draxler schieben können, er tat es aber nicht - auch wenn er ihn für unberechtigt hielt. „Das ist nur eine Randnotiz und nicht mein Ansatz, um diese Niederlage zu erklären.“ Stattdessen fand er extrem deutliche Worte, kritisierte die eigene Mannschaft heftig (siehe Bild). Was ihm dabei besonders gegen den Strich ging: Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Leistung der VfL-Profis, die in der Tabelle zwar immer noch Dritter sind, aber fußballerisch unter ihren Möglichkeiten bleiben. Allofs: „Wir müssen wieder an unsere Grenzen gehen, müssen wieder mehr tun - und nicht fragen ,Warum spiele ich heute nicht, warum spielt der andere‘, sondern trainieren und Leistung bringen.“ Offenbar waren also nicht alle Profis zuletzt mit der Rotation von Trainer Dieter Hecking einverstanden - und ließen das auch erkennen.

Man muss davon ausgehen, dass André Schürrles öffentliches Hadern vor einer Woche („Es ist nicht so einfach, wenn man bei der besten Nationalmannschaft der Welt von Anfang an spielt und dann hier vier Spiele auf der Bank sitzt“) und Draxlers abfällige Frust-Reaktion, als ihm Daniel Caligiuri in Eindhoven den Ball im Mittelfeld nicht zuschiebt, nur zwei sichtbare Auswüchse eines Problems sind, das Allofs und der Trainer erkannt haben: Zu oft nehmen die Spieler sich selbst wichtiger als den Mannschaftserfolg, erkennen zudem nicht, dass sie sich die Leistung der Vorsaison wieder neu erarbeiten müssen.

Für Teamplayer wie Allofs und Trainer Hecking sind solche Egoismen ein Graus - vor allem, wenn dann die Leistung nicht stimmt. Der Manager weiß zudem, dass das Funktionieren seiner Top-Transfers Schürrle und Draxler (zusammen 68 Millionen Euro Ablöse) irgendwann auch in seinem Arbeitszeugnis beurteilt wird. Und so ist das giftige Funkeln in Allofs‘ Augen nach dem 0:2 in Mainz ebenso verständlich wie seine deutliche Warnung: „Wer denkt, dass wir da oben angekommen sind, es sich gemütlich machen will - im Kopf oder auf dem Platz - der wird scheitern.“

apa

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