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Der VfL half Raschid, gesund zu werden

VfL Wolfsburg Der VfL half Raschid, gesund zu werden

Sein Zimmer ist komplett grün-weiß. Raschid Mar- thiensen schwärmt wie viele Wolfsburger Jungs in seinem Alter für den VfL. Doch der Neunjährige hat eine besondere Geschichte. Denn der Fußball hat ihm in der schwersten Zeit seines Lebens geholfen.

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In seinem Zimmer dominieren zwei Farben: Raschid Marthiensen ist großer VfL-Fan - und nach schwerer Krankheit wieder gesund.

Für Familie Marthiensen wird es ein schönes Weihnachtsfest. Raschid ist gesund - geheilt darf man noch nicht sagen. Aber er muss nur noch alle sechs Wochen zum Arzt: Blut abnehmen, Werte überprüfen lassen. Ein Klacks gegen das, was hinter dem kleinen Wolfsburger liegt. Am 19. Oktober 2010, dieses Datum hat sich bei Mama Essia und Papa Rainer eingebrannt, musste Raschid ins Krankenhaus. Wenige Stunden zuvor hatten die Ärzte eine bei Kindern seltene Form von Leukämie festgestellt.

Sofort beginnt das, was dem damals Fünfjährigen das Leben langfristig retten soll. Kurzfristig aber leidet er unter der höchstdosierten Chemotherapie und deren Nebenwirkungen. Das Immunsystem ist auf Null heruntergefahren. Ein Keim setzt sich in die Lunge. Raschid fällt ins Koma. Doch der kleine Wolfsburger kämpft - gegen das Bakterium, den Krebs und alle Begleitumstände.

Es geht aufwärts. Und Raschid entdeckt seine Liebe zum VfL. In der Villa Bunterkunt des Klinikums schaut er gemeinsam mit den Ärzten die Spiele. Er bekommt Besuch von Spielern. Als er aus dem Koma aufwacht, fragt er, wie der VfL gespielt hat. Raschid bettelt die Ärzte an, in die Arena zu dürfen. Er darf. Papa Rainer trägt ihn bis zu seinem Platz. Zunächst ist immer der Mundschutz dabei. Die Gefahr von Infektionen ist noch groß. Doch Raschids Genesung geht immer schneller. Er ist öfter beim Training, fährt zu Auswärtsspielen, vor drei Wochen sogar bis nach Lille. Raschid ist heute Balljunge bei der U 23 des VfL und den Frauen. Er spielt selbst Fußball - und er ist sich sicher: „Der VfL hat mir geholfen, gesund zu werden. Ich hatte immer das Ziel, zu den Spielen zu gehen.“

rs

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