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Der VfL-Höhenflug: Garcia Sanz über...

VfL Wolfsburg Der VfL-Höhenflug: Garcia Sanz über...

Fünf Siege in Folge - in der Fußball-Bundesliga steht der VfL Wolfsburg nach dem tollen 4:0 in Stuttgart auf Platz zwei. In der WAZ spricht VW-Vorstand und VfL-Aufsichtsratschef Francisco Garcia Sanz über den Höhenflug. Doch Garcia Sanz ist weit davon entfernt, jetzt schon Luftsprünge zu machen. „Ich bin zufrieden“, sagt er. „Es läuft alles so, wie wir es geplant haben“, freut sich der VW-Vorstand und denkt zurück an den Herbst 2012, als sich der VfL nach der Entlassung von Meistertrainer Felix Magath neu aufgestellt hatte. „Wir haben aus dem Auseinanderfallen der Meistermannschaft und dem Fast-Abstieg gelernt. Wir bauen den Verein langsam auf - mit den richtigen Menschen, mit der richtigen Führung“, sagt Garcia Sanz. Man hinterfrage die Dinge zwar weiterhin kritisch, „aber wir bleiben ruhig - auch, wenn es mal nicht so läuft“.

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Haben gut lachen: VfL-AR-Chef Garcia Sanz (l.) und Trainer Hecking.

Quelle: Imago 16894718

...die Qualitätder Mannschaft

Edin Dzeko, Grafite, Zvjezdan Misimovic oder Josué hießen Helden der VfL-Meistermannschaft 2009. Aber jetzt hat Wolfsburg neue Helden, die Fußball-Deutschland nach dem Höhenflug zuletzt staunen lassen.

„Unsere Meistermannschaft nehme ich jetzt mal aus – die hat etwas Wunderbares vollbracht. Aber ich glaube nicht, dass wir ansonsten schon einmal solch ein gutes Team hatten, wie wir es jetzt haben“, sagt Francisco Garcia Sanz. Der VfL habe aus seinen Fehlern, die er nach dem Titelgewinn gemacht hat, gelernt. Dann kommt der Aufsichtratschef auf Manager Klaus Allofs zu sprechen: „Dass wir ihn damals bekommen haben, war ein Glücksgriff – er ist unser Baumeister.“ Allofs holte Dieter Hecking als Trainer, es kamen Spieler wie Kevin De Bruyne oder Luiz Gustavo. „Und jetzt haben wir einen Kader, in dem jede Position doppelt gut besetzt ist.“

Aber Garcia Sanz vergisst auch nicht das bereits vorhandene Personal – und denkt da an Marcel Schäfer, der in dieser Saison lange auf der Bank hatte schmoren müssen: „Marcel kommt dann in Krasnodar rein. Ich hatte etwas Bauchweh, aber er hat grandios gespielt.“

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...die VfL-Rolleals Bayern-Jäger

Die Münchner Stars Thomas Müller und Mario Götze haben nach ihrem 2:1 gegen Dortmund vorm VfL gewarnt. Die Wolfsburger haben vier Punkte Rückstand auf den Rekordmeister – und sind jetzt Bayern-Jäger.

Der VfL ist dem Meister auf den Fersen – „dagegen kann man sich sowieso nicht wehren“, sagt Trainer Dieter Hecking, der das Thema nicht zu hoch hängen möchte. Und das findet Francisco Garcia Sanz richtig so. „Darüber zu reden, ist jetzt überflüssig, mir ist das auch wurscht. Natürlich haben wir Ambitionen und wollen irgendwann wieder Meister werden. Aber das Thema ist für mich jetzt noch ganz weit weg.“

Dass der VfL jetzt in den Medien als Bayern-Jäger bezeichnet wird, stört den AR-Chef nicht. Aber: „Wir haben ein klares Ziel.“ Und das heißt? „Wir wollen das Erreichte aus der vergangenen Saison bestätigen. Mittelfristig wollen wir wieder in die Champions League.“

Möglicherweise klappt es schon in diesem Jahr. Garcia Sanz entspannt: „Wenn wir am letzten Spieltag immer noch da oben sind und Dritter oder Vierter werden können, werden wir zur Champions League nicht Nein sagen.“

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...den Kauf einesneuen Stürmers

Mit Oldie Ivica Olic, Bas Dost und Nicklas Bendtner für den Sturm ist der VfL in die Saison gegangen. Aber es gibt nicht wenige, die sagen, dass die Wolfsburger im Angriff noch Bedarf haben.

Im Tor ist Diego Benaglio die unumstrittene Nummer 1, in der Abwehr hat der VfL mit Naldo einen Chef, im Mittelfeld mit Luiz Gustavo einen Strategen und mit Kevin De Bruyne einen für die genialen Momente. Kommt jetzt noch ein Weltklasse-Stürmer? „Wir stehen nicht unter Druck. Wir werden uns demnächst in Ruhe zusammensetzen und mal schauen, was wir noch brauchen“, sagt Garcia Sanz. „Aber eines ist klar: Verrückte Dinge machen wir hier nicht mehr.“

Im Sommer hatte der VfL etwa Ciro Immobile, Alvaro Morata, Divock Origi oder Romelu Lukaku (sollte über 30 Millionen Euro kosten) auf dem Zettel. Bekommen hat er Nicklas Bendtner, der beim VfL aber noch nicht eingeschlagen hat. Garcia Sanz: „Man muss sehen, wie sich Nicklas entwickelt. Er ist ein Knipser. Er muss jetzt halt mal ein Tor machen.“ Dann stellt sich die Frage nach einem neuen Stürmer – zumindest im Winter – vielleicht nicht.

eh

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