Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Der Sieg in Freiburg tat mir weh

WAZ/AZ-Serie Der Sieg in Freiburg tat mir weh

Pokalsieger und Vizemeister - Daniel Caligiuri hat mit dem VfL Wolfsburg eine überragende Saison hingelegt. In der WAZ-Serie „Der Cup und der Weg in die Champions League“ blickt der Offensivmann des Fußball-Bundesligisten auf seine bislang beste Spielzeit zurück.

Voriger Artikel
Hecking: So stolz ist Papa Wilfried
Nächster Artikel
Bei Inter erfüllte sich ein Traum

Dieser Sieg tat ihm weh: Mit 2:1 gewannen Daniel Caligiuri (l.) und der VfL am achten Spieltag beim SC Freiburg - und der Wolfsburger schnürte ausgerechnet bei seinem Ex-Klub seinen ersten Doppelpack.

Quelle: dpa

Ich wusste immer, dass ich mit diesem Verein international spielen werde. Als es dann so weit war, war mir etwas mulmig, schließlich war es mein erstes Spiel auf europäischer Ebene. Den Moment, als ich im Stadion des FC Everton den Rasen betrat, werde ich nie vergessen. Es war ein Gänsehaut-Moment, ein Moment, in dem sich für mich ein Traum erfüllt hat, denn ich wollte immer mal in England spielen. Aber diesen Auftritt haben wir uns alle komplett anders vorgestellt. Es lief nichts zusammen und unsere individuellen Fehler sind gnadenlos bestraft worden. Vielleicht sind wir mit zu viel Euphorie an die Sache herangegangen.

Aber großartig Zeit zum Ärgern gab‘s nicht, zum ersten Mal standen wir vor der Aufgabe, den Schalter von Europa auf die Bundesliga umzulegen. Das ist uns überragend gut gelungen, spätestens das 4:1 gegen Leverkusen hat gezeigt: Diese Mannschaft hat Qualität. Es war so ein Moment, in dem ich gedacht habe: Wir können in diesem Jahr Großes schaffen.

Trotz des komplett unnötigen 0:1 in Berlin wurde ich in den Wochen danach bestätigt. Es folgte Sieg auf Sieg. Einer tat mir weh. Der in Freiburg. Ich hatte dort eine tolle Zeit, bin sehr gut ausgebildet worden - und dann gelingt mir ausgerechnet da mein erster Doppelpack. Jetzt sind die Freiburger abgestiegen. Schuldig fühle ich mich nicht - leider haben sie es nicht geschafft, in den letzten Spielen, in denen sie fast immer gut waren, genug zu punkten.

Neben dem Sieg war damals wichtig für mich: Ich hatte endlich das geschafft, was ich mir vor der Saison vorgenommen hatte - ich war drin in dieser Mannschaft. Doch nach der Freude darüber folgte gleich der Frust. Frust über einen Muskelfaserriss, den ich mir beim 4:0-Erfolg in Stuttgart zugezogen hatte.

Morgen lesen Sie:

Unsere Reise durch Europa und ein Spiel, an das ich besonders gern zurückdenke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell